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Salzburger Kriminalstatistik

Kriminalität verlagert sich ins Internet

Polizei APA/BARBARA GINDL
Die Internetkriminalität bleibt die größte Herausforderung für die Polizei.

In Salzburg ging 2018 die Zahl der Anzeigen im Vergleich zum Vorjahr zurück. Die Gewaltkriminalität und Eigentumsdelikte sind rückläufig, die Zahl der angezeigten Delikte im Internet ist hingegen gestiegen.

Die Internetkriminalität bleibt somit weiterhin die größte kriminalpolizeiliche Herausforderung. Das zeigen die aktuellen Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik für Salzburg, die am Donnerstag vorgestellt wurden.

Dank unserer Kolleginnen und Kollegen die tagtäglich für unsere Sicherheit sorgen beträgt im Jahr 2018 die...

Gepostet von Polizei Salzburg am Donnerstag, 2. Mai 2019

Aufklärungsquote in Salzburg angehoben

In Salzburg ist es der Polizei gelungen, die Aufklärungsquote gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent anzuheben. Lag die Aufklärungsquote im Jahr 2006 noch bei bescheidenen 34,6 Prozent, so konnte diese Schritt für Schritt jedes Jahr auf nunmehr beachtliche 53,9 Prozent angehoben werden. „Haben wir früher nur jede dritte Straftat aufgeklärt, so gelingt uns das jetzt bei jeder zweiten“, so Landespolizeidirektor Franz Ruf in einer Aussendung am Freitag.

 

Rückgang: Fast 32.000 Straftaten angezeigt

Mit 31.927 angezeigten Straftaten ist hier ein Rückgang von 1,4 Prozent bei den Anzeigen zu verzeichnen. Den höchsten Wert im langjährigen Vergleich gab es im Jahr 2007 mit 36.100 angezeigten Delikten.

Gewaltdelikte in Salzburg rückläufig

4.922 Gewaltdelikte wurden 2018 in Salzburg zur Anzeige gebracht. Das entspricht einem Rückgang von 1,4 Prozent. In 683 Fällen der angezeigten Straftaten blieb es beim Versuch. Die Aufklärungsquote lag bei 85,3 Prozent und ist im Vergleich zu 2017 um 0,3 Prozentpunkte gestiegen.

Von den 5.301 Tatverdächtigen waren 87,2 Prozent männlich und 12,8 Prozent weiblich. In 2.266 Fällen gab es keine Beziehung zwischen Täter und Opfer, in 1.563 Fällen gab es ein Bekanntschaftsverhältnis und in 1.111 Fällen eine familiäre Beziehung. In 302 Fällen gab es lediglich eine Zufallsbekanntschaft.

 

Mehr Menschen Opfer von Gewalttaten

Insgesamt wurden 5.863 Menschen Opfer von angezeigten Gewalttaten (2017: 5.687, + 3,1 Prozent). 2018 waren 3.545 der Opfer männlich (2017: 3.485 Männer, + 1,7 Prozent) und 2.318 weiblich (2017: 2.202 Frauen, + 5,3 Prozent). Die größte Anzahl der Opfer (1.940) ist zwischen 25 und 39 Jahre alt, gefolgt von den 40- bis 64-Jährigen (1.417). 388 Kinder unter 14 Jahren wurden Opfer von angezeigten Gewalttaten (0 bis 5: 52, 6 bis 9: 78, 10 bis 13: 258). 35,9 Prozent (2.106 Personen) der Opfer sind Fremde (2017: 1.895 Personen).

Weniger Eigentumsdelikte in Salzburg

2018 wurden in Salzburg mit 11.668 (-3,2 Prozent) Anzeigen weniger Eigentumsdelikte angezeigt als im Jahr davor. In 1.359 Fällen blieb es beim Versuch. Die Aufklärungsquote konnte um 2,2 Prozentpunkte gesteigert werden und lag bei 25,4 Prozent.

 

44,9 Prozent der Verdächtigen sind Ausländer

Insgesamt wurden 20.104 Tatverdächtige ausgeforscht, im Vergleich zu 2017 ist das ein Plus von 8,7 Prozent. 16.272 der Tatverdächtigen sind männlich, 3.832 sind weiblich. 9.024 Tatverdächtige waren keine österreichischen Staatsbürger. Der Anteil der fremden Tatverdächtigen lag somit bei 44,9 Prozent (2017: 42,0 Prozent). Zu den häufigsten Herkunftsländern der Tatverdächtigen zählten 2018 Deutschland (1.428), Afghanistan (721), Rumänien (702), Bosnien-Herzegowina (630) und Serbien (628).

 

Kriminalstatistik: Anstieg bei Internet-Kriminalität

Die Kriminalität verlagert sich ins Internet, weil der Tatort Internet rund um die Uhr weltweit zur Verfügung steht und die die Täter anonymer vorgehen können. Die angezeigten Fälle von Internetkriminalität stiegen um 21,3 Prozent von 861 auf 1.044 im Jahr 2018, die Aufklärungsquote liegt bei 39,4 Prozent. Mehr als zwei Drittel der angezeigten Delikte macht der Internetbetrug, also der Betrug mit Tatort Internet, aus. Die Anzeigen wegen Erpressung und pornographische Darstellungen Minderjähriger machen etwa 15 Prozent der angezeigten Fälle aus.

Anstieg bei Drogen-Kriminalität

2018 wurden in Salzburg 2.397 Anzeigen wegen Suchtmittelkriminalität (156 Verbrechen, 2.241 Vergehen) erstattet, das bedeutet einen Anstieg von 5,1 Prozent. Die Steigerung der Anzeigenzahlen kann mit einer höheren Kontrolldichte erklärt werden. Je mehr Ressourcen in die Ermittlungen investiert werden, desto höher sind die Anfallszahlen. Die Aufklärungsquote lag bei 94,8 Prozent.

(Quelle: SALZBURG24)

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