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Krisen-Pflegeeltern

Land will neue Entgeltregelung umsetzen

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In Salzburg werden bereits neue Regelungen zur Entschädigung der Krisen-Pflegeeltern angedacht (Symbolbild).

Per Novelle sollen künftig auch Krisen-Pflegeeltern Kinderbetreuungsgeld bekommen. Dazu muss das Kind allerdings 91 Tage im gemeinsamen Haushalt leben. Die Arbeiterkammer (AK) Salzburg kritisiert diese Regelung, das Land Salzburg überlegt bereits eine andere Lösung.

Die Regelung wurde am 7. Februar im Familienausschuss im Nationalrat beschlossen. Das Problem dabei ist allerdings, dass von Gewalt und Missbrauch betroffene Kinder oftmals nicht länger als 90 Tage, sondern nur kurzzeitig untergebracht sind. In diesem Fall gibt es für die Pflegeeltern keine finanzielle Entschädigung.

AK fordert gesetzliche Sonderregelung

Die AK Salzburg kritisiert diese Regelung in einer Aussendung am Freitag. "Es braucht eine gesetzliche Sonderregelung, damit alle Krisenpflegeeltern ab dem ersten Tag der Pflege betroffener Kinder Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld haben, egal wie lange die Kinder in ihrer Obhut bleiben", so AK-Sozialrechtsexpertin Ingrid van Tijn.

Krisen-Pflegeeltern: Land Salzburg will Anstellung

In Salzburg ist das Problem bereits bekannt, seitens des für Soziales zuständigen LH-Stv. Heinrich Schellhorn (Grüne) werden hier bereits Änderungen angedacht und sollen noch im ersten Halbjahr 2019 umgesetzt werden. Die Verwendung des Kinderbetreuungsgeldes ist allerdings eine Leistung des Bundes, hier kann keine andere Regelung getroffen werden. "Wir möchten nun die Krisen-Pflegeeltern bei einem Träger anstellen. Somit haben sie eine durchgehende soziale Absicherung mit den entsprechenden Ansprüchen. Die Entschädigung, wenn tatsächlich ein Kind betreut werden muss, gibt es natürlich weiterhin", so Gerhard Feichtner, Referent im Büro von LH-Stv. Heinrich Schellhorn, im Gespräch mit SALZBURG24.

275 Kinder in Salzburg bei Pflegeeltern

Im vergangenen Jahr betraf das in der Mozartstadt neun Kinder im Alter von null bis einem Jahr, zwei Paare stehen hier den Kindern als Krisen-Pflegeeltern zur Seite. Im ganzen Bundesland wurden laut Sozialbericht im Jahr 2017 insgesamt 275 Kinder von Pflegeeltern betreut, seit 2013 bleibt diese Zahl relativ konstant. Gerichtlich angeordnet wurde eine Betreuung in 44,4 Prozent der Fälle, das betraf 122 Kinder.

(Quelle: SALZBURG24)

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