Jetzt Live
Startseite Salzburg
Budgetdefizit

Studierende der Uni Salzburg müssen mehr zahlen

Kursgebühren steigen ab kommendem Wintersemester

SB, Unipark Nonntal, Universität Salzburg SALZBURG24/Wurzer
Die Studierenden der Uni Salzburg müssen in Zukunft für manchen Kurs mehr bezahlen.(SYMBOLBILD)

Die Umstrukturierungen an der Uni Salzburg sind in vollem Gange. Die nächste Änderung betrifft die Kostenerhöhung für die Kurse in der "außercurricularen Lehre" ab dem Wintersemester 2020. Das sorgt wiederum für Kritik von den Studierenden.

Salzburg

An der Paris Lodron Universität wird aufgrund des Budgetdefizits schon seit längerem umstrukturiert. Dies brachte der Institution bereits viel Kritik seitens der ÖH Salzburg ein – wir haben berichtet. Nun verkündete die Uni die nächste Maßnahme: Die Preiserhöhung für manche Kurse in der "außercurricularen Lehre".

Das sind die Kurse, die nicht im Studienplan stehen und somit innerhalb des Studiums nicht verpflichtend sind. Keya Baier, Vorsitzende der ÖH Uni Salzburg, weiß im Gespräch mit SALZBURG24 aber: "Diese Kurse sind zwar nicht innerhalb des Studiums verpflichtend, aber ganz oft als Voraussetzung oder Vorbereitung für ein Studium notwendig." Darunter fallen beispielsweise die Vorbereitungskurse in Latein, die vor allem für die Ergänzungsprüfung wichtig und somit unter anderem für die Zulassung zum Studium der Rechtswissenschaft erforderlich sind. Auch Kurse in der Rhetorik, der Sprachen und des Career Centers seien betroffen.

Je nach Umfang würden sich die Kurskosten von 20 Euro auf 25 Euro erhöhen. "Studierende können diese Kurse auch bei anderen Institutionen machen. Wir gehören aber hier noch zu den günstigen Anbietern. Schaut man da an der Volkshochschule oder am Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI), gibt es da höhere Preise", kommentiert Martin Weichbold, Vizerektor für Lehre und Studium, die Preiserhöhung.

"Keine Kostenerhöhung mehr seit 2013"

Weichbold sagt weiter: "Eine Kostenanpassung ist seit 2013 nicht mehr geschehen. Die Uni Salzburg muss die Kosten aber abdecken. Und auch mit dieser Erhöhung zahlen wir noch immer drauf. Wir müssen schauen, dass die Finanzierung nicht komplett aus dem Ruder läuft."

Die ÖH-Vorsitzende Baier versteht nicht, warum die Preise gewisser Kurse steigen, denn: "Würde sich auch das Angebot ändern und somit eine preisliche Anpassung notwendig werden, dann wäre das verständlich." Doch die Studentin weiß: "Für uns ändert sich nichts, außer, dass wir zur Kassa gebeten werden." Und wie aus der Pressemitteilung der ÖH Salzburg hervorgeht, könne auch der Fachbereich Altertumswissenschaften – an dem viele der verteuerten Kurse angesiedelt sind – die Anhebung der Gebühren nicht nachvollziehen.

Max. 120 Euro Kurskosten pro Semester und Student ist Geschichte

Neben der Anhebung der Kursgebühren entfällt auch die bisher geltende Regelung, dass Studierende pro Semester maximal 120 Euro für Kurse bezahlen müssen. Weichbold kommentiert dies so: "Diese Regelung ist nicht zu rechtfertigen. Schließlich ist immer das zu zahlen, was in Anspruch genommen wird." Anderer Meinung ist die ÖH: "Wenn das Rektorat schon davon spricht, dass es Interdisziplinarität an der Universität fördern will, so ist dieser Schritt jetzt absolut kontraproduktiv", sagt Manuel Gruber, Referent für Bildungspolitik der ÖH.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 13.04.2021 um 10:40 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/kurskosten-an-der-uni-salzburg-erhoeht-91155220

Kommentare

Mehr zum Thema