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Regierungskrise

Reaktionen aus Salzburg zum Kurz-Rücktritt

Haslauer dankt Ex-Kanzler für "selbstlosen Schritt"

20200925_PD10703.HR.jpg APA/HERBERT NEUBAUER
"Ich danke ihm für diesen selbstlosen Schritt und zolle ihm dafür höchsten Respekt", sagte Landeshauptmann Wilfried Haslauer in einer ersten Reaktion zum Rücktritt von Sebastian Kurz.

Nach dem Rücktritt von Sebastian Kurz (ÖVP) als Bundeskanzler meldeten sich auch die Salzburger Landesparteien zu Wort. Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) sprach von einem "selbstlosen Schritt", SPÖ-Chef David Egger hingegen sieht keinen Rücktritt, "sondern eine Farce".

"Sebastian Kurz gewährleistet mit seinem Wechsel von der Regierung in die Position des Klubobmanns den Fortbestand einer handlungsfähigen Regierung. Ich danke ihm für diesen selbstlosen Schritt und zolle ihm dafür höchsten Respekt. Er ermöglicht aus Staatsräson stabile Verhältnisse in Österreich. Ich bin überzeugt, dass die Regierungsarbeit mit dem künftigen Bundeskanzler Alexander Schallenberg zum Wohle unseres Landes hervorragend funktionieren wird", so Wilfried Haslauer in einer Aussendung.

Sebastian Kurz gewährleistet mit seinem Wechsel von der Regierung in die Position des Klubobmanns den Fortbestand einer...

Gepostet von Wilfried Haslauer am Samstag, 9. Oktober 2021

Rücktritt für Egger "eine Farce"

"Sebastian Kurz hätte eine einzige Sache richtig machen können, und das wäre der vollständige Rückzug aus der Politik gewesen. Stattdessen flüchtet sich der ÖVP-Parteiobmann als Klubobmann und Schattenkanzler in die Immunität als Abgeordneter zum Nationalrat. Das ist eine Verhöhnung unseres Rechtsstaates. Wenn die Grünen da mitspielen, machen sie sich selbst zum Beitragstäter des größten Skandals der Zweiten Republik", reagiert der Salzburger SPÖ-Chef David Egger in einer Aussendung auf die jüngsten Ereignisse. "In Deutschland wäre ein Politiker, mit solchen Vorurteilen konfrontiert, bereits vor drei Tagen zurückgetreten. Bei der ÖVP scheint jede politische Moral verloren gegangen zu sein. Die Volkspartei schadet damit dem Ansehen Österreichs nachhaltig."

Reaktionen weiterer Salzburger Landesparteien liegen derzeit noch nicht vor. Dieser Artikel wird laufend ergänzt.

Auch NEOS kritisieren "Schritt zur Seite"

Kritik kommt auch von den NEOS aus Salzburg. „Kurz bleibt als neuer Klubobmann des ÖVP-Parlamentsklubs also weiterhin an den Schalthebeln der Macht und hier ist für mich klar: Mit dem System Kurz wird es keinen echten Neustart geben. Österreich hat Besseres verdient“, so die Stellvertretende Bundesvorsitzende und Salzburger Landessprecherin Andrea Klambauer in einer Aussendung.

(Quelle: APA)

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