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Eifrige Jagd nach lästigen Gelsen

Wie gefährlich sind Mücken?

Mit dem Startschuss für ein Monitoringprogramm soll herausgefunden werden, wie der Einmarsch gefährlicher Krankheiten durch Stechmücken in Salzburg verhindert werden kann. Denn die Buschmücke sei auf dem Vormarsch, so das Land Salzburg in einer Aussendung.

Kleine Plagegeister, die aber zu einem echten Problem für die Gesundheit werden können – das sind die Stechmücken. Ihnen geht nun ein Experte auf den Grund. "Neben heimischen Gelsenarten gibt es zunehmend auch solche, die weltweit für die Ausbreitung von Viren bekannt sind. Es ist daher wichtig, eine Stechmückenüberwachung durchzuführen und diese auf Erreger zu untersuchen", so Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (ÖVP).

Suche nach Gelsen, Larven und Puppen

Genau will die Landessanitätsdirektion den Ist-Zustand wissen, um dann reagieren zu können. Der Wunsch kam von Direktorin Petra Juhasz, Gesundheitsreferent Stöckl stimmte dem zu. Er überzeugte sich von der Arbeit des Experten Bernhard Seidel vor Ort. "Ich bin in ganz Salzburg unterwegs, vor allem in den Hauptsiedlungsgebieten und sammle, was ich kriegen kann: Larven, Puppen und die Mücken selber", beschreibt Bernhard Seidel von der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES). Im Visier: heimische und invasive Arten, Häufigkeit und mögliche Krankheitserreger.

Gelsen-Monitoring Salzburg Land Salzburg/Neumayr/Leo
Von links: Bernhard Seidel mit Petra Juhasz und Christian Stöckl.

Mücken werden auf Viren untersucht

Der Endbericht mit detaillierten virologischen Befunden werde voraussichtlich im April 2020 vorliegen. "Diese Tiere können unter anderem das Westnilvirus, Gelbfieber und vieles mehr übertragen", erklärt Juhasz. „Invasive Arten verdrängen die heimischen, wir wissen noch nicht, wie sich das auswirkt." Impfung hilft bei Krankheiten wie diesen keine, nur die Prävention. "Um diese effektiv planen und durchführen zu können, müssen wir wissen, womit wir es zu tun haben, deshalb die Studie", erklärt die Landessanitätsdirektorin.

Untersuchungsobjekt Regentonne

Seidel entgeht bei seiner Tour durch das Land so gut wie nichts. Er entnimmt Wasserproben, lockt mit Fallen Mücken an, nimmt Regentonnen – eine wahre Brutstätte – unter die Lupe. "Alle sprechen sie von der Tigermücke, dabei ist die Buschmücke auf dem Vormarsch. Sie unterdrückt praktisch alle heimischen Arten, kommt ursprünglich aus Indonesien", erklärt der Zoologe.

Gelsen, Mücken, Grafik APA

Regelmäßiges Monitoring

Das Monitoring-Projekt der AGES ist erst der Anfang in Salzburg. "Ich möchte in relativ kurzem Abstand neue Erhebungen haben, denn wir müssen hier auf dem Laufenden bleiben. Da unsere Mittel gegen die übertragenen Krankheiten beschränkt sind, wollen wir die Salzburgerinnen und Salzburger mit hilfreichen Tipps versorgen, wie man erst gar nicht gestochen wird oder wie man eine starke Vermehrung der Tiere vermeidet und so weiter", betont Landessanitätsdirektorin Juhasz.

(Quelle: SALZBURG24)

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