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Geringerer Wohnungsbedarf

Land stellt mittelfristiges Wohnbauprogramm vor

Bis zu 750 neue Mietwohnungen in Salzburg

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Die Landesstatistik prognostiziert für die nächsten Jahre einen geringen Wohnungsbedarf in Salzburg. (SYMBOLBILD)

Wohnbaulandesrätin Andrea Klambauer (NEOS) will in der kommenden Sitzung des Wohnbauförderungsbeirats über die zentralen Punkte des mittelfristigen Wohnbauprogramms 2021 bis 2025 informieren. Einen Überblick über den Inhalt dieses Programms findet ihr hier.

In der kommenden Sitzung am Dienstag nächste Woche sollen bereits wesentliche Punkte der zukünftigen Wohnbauförderung fixiert werden. 

Zentrale Punkte des mittelfristigen Wohnbauprogramms:

  • Landesstatistik prognostiziert geringeren Wohnungsbedarf: Für die nächsten Jahre wird ein geringerer Wohnungsbedarf als in der Vorperiode erwartet. Der erwartete Rückgang ergibt sich unter anderem aus dem Saldo von Haushaltszuwachs (8.250 Wohnungen) und Wohnungsabgang (3.370 Wohnungen) wie auch aus der demografischen Entwicklung.
  • Neue Zielmarke: 650 bis 750 neue Mietwohnungen jährlich sowie 350 bis 450 geförderte Eigentumswohnungen im Rahmen der Kaufförderung. Die jährliche Sanierungsförderung steigt auf 3.000 bis 4.000 Förderfälle.

Aktuelles zur Corona-Krise

  • Verlängerung der Sonderregelungen: Die Stundung von Darlehensrückzahlungen sowie der erleichterte Zugang zur Wohnbeihilfe stellten für viele Salzburgerinnen und Salzburger eine rasche, unmittelbare Hilfestellung dar. Die Sonderregelungen im Rahmen der Corona-Pandemie werden jetzt bis zum 30. Juni 2021 verlängert.
  • Zeitliche Verzögerungen durch die Corona-Krise: In den letzten Monaten kam es durch die Gesundheitskrise zu einer zeitlichen Verzögerung von Baugenehmigungs- und Widmungsverfahren. Da aber nur für bereits genehmigte Wohnbauprojekte eine Förderung beantragt werden kann, wurden heuer aufgrund der geänderten Rahmenbedingungen weniger Förderungen zugesprochen. Durch den zeitlichen Rückstau der Bauverhandlungen wird heuer der Fördertopf von gesamt 150 Millionen Euro um voraussichtlich rund 28 Millionen Euro nicht ausgeschöpft.

900 Mietwohnungen ursprünglich das Ziel

Die Landesregierung hat sich 2018 im Regierungsprogramm ein sehr ambitioniertes Ziel gesetzt, nämlich 900 neue Wohnungen jährlich zu bauen. Doch gestiegene Bau- und Grundkosten würden seit Jahren dazu führen, dass der gemeinnützige Wohnbau massiv unter Druck gerät. Die überhitzte Baubranche diktiere Preis und Konditionen. Deutlich wird das an den gestiegenen Baukosten: 2014 lagen die Baukosten noch unter 2.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, seit 2015 sind sie um ein Viertel auf mittlerweile 2.500 Euro gestiegen.

Anreizpaket für Wohnungsbau

Damit weiterhin Bauvorhaben innerhalb der Wohnbauförderung finanziert und umgesetzt werden können, wurde von Landesrätin Klambauer die Förderung an die Marktentwicklung angepasst und so ein Anreizpaket für den Wohnungsbau mit einem gesamten Volumen von 25 Millionen Euro geschnürt.

Klambauer: Impuls für Wohnungsbau

"Die zusätzliche Investition von 16 Millionen Euro für die einzelnen Fördersparten wird einen kräftigen Impuls für den Wohnungsbau leisten. Viele förderungswürdige Wohnbauprojekte werden nach dem zeitlichen Rückstau der Bauverhandlungen, bedingt durch die Coronakrise, bewilligt und damit gefördert werden. Der gesamte Fördertopf von insgesamt 150 Millionen Euro wird heuer um voraussichtlich rund 28 Millionen Euro nicht ausgeschöpft werden. Diese Mittel werden in den finanziell sehr angespannten Budgethaushalt zurückfließen", so Wohnbaulandesrätin Andrea Klambauer (NEOS) in einer Aussendung.

(Quelle: SALZBURG24)

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