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Lawinengefahr in Salzburg

"Ich appelliere an die Eigenverantwortung"

Freeride-Weltmeisterin Eva Walkner über Skifahren abseits der Piste

Seit Tagen herrscht im Bundesland Salzburg aufgrund der Wetterlage große Lawinengefahr. Dennoch begeben sich nach wie vor Wintersportler in freies Gelände – und so mitunter in Lebensgefahr. Freeriderin Eva Walkner erklärt im S24-Gespräch, worauf Wintersportler in der aktuellen Situation achten müssen.

Wer im freien Gelände unterwegs ist, dem rät Walkner zu einer entsprechenden Ausbildung: „Ein Lawinenkurs ist gut investierte Zeit.“ Generell sei es wichtig, dass Wintersportler das nötige Wissen und die richtige Ausrüstung für eine Tour abseits der gesicherten Skipisten haben: „Sicherheit geht immer vor. Daher sollte man immer ein Lawinenverschüttetensuchgerät, eine Schaufel und eine Sonde bei sich haben“, so die zweifache Freeride-Weltmeisterin.

Lawinengefahr: Viel Wissen notwendig

Außerdem appelliert Walkner an die Eigenverantwortung: „Bei Lawinenwarnstufe fünf ist mir persönlich die Lage zu heikel, bei Warnstufe vier braucht man sehr viel Wissen, um die Situation richtig einschätzen zu können“, erklärt die Freeriderin, die das freie Gelände aufgrund der prekären Lage in den letzten Tagen selbst gemieden hat.

REKORDBILD 02 Mit der großen Zugsäge die einzelnen Blöcke herausschneiden, anders kannst du diese Masse nicht...

Gepostet von Österreichischer Bergrettungsdienst Bundesverband am Sonntag, 13. Januar 2019

Rasche Rettung unmöglich

Denn: „Wenn einem in diesen Tagen etwas passiert, muss man sich bewusst sein, dass aufgrund der Wetterbedingungen eine rasche Rettung vielleicht nicht möglich ist“, betont Walkner, die selbst Mitglied bei der Bergrettung ist. Die meisten Unfälle im freien Gelände passieren übrigens bei Lawinenwarnstufe drei, sagt die Expertin: „Bei Stufe vier oder fünf sind die meisten ohnehin mit erhöhter Vorsicht unterwegs.“

Fahrt im offenen Gelände: Vorbereitung essentiell

Die Sportlerin selbst bereitet sich vor einer Fahrt im freien Gelände bereits am Vortag vor. Da entscheide sie, welcher Hang sich für einen Ausflug eigne. "Außerdem lese ich immer den Lawinenlagebericht und die Wetterprognose", betont die Freeriderin.

Sicherheit geht vor

Vor Ort rät Walkner, auf das eigene Bauchgefühl zu hören: „Die Lage am Hang kann vom Wetterbericht auch einmal abweichen. Wenn der Hang gefährlich aussieht, beispielsweise viel Triebschnee dort liegt, und ich ein unsicheres Gefühl habe, dann rate ich von einem Ausflug ins freie Gelände ab.“ Denn: Die eigene Sicherheit hat immer Priorität.

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