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Lehrer-Diskussion: Grüne rügen Burgstaller

Nachdem Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller forderte, den Urlaub der Lehrer auf fünf Wochen zu kürzen, kommt nun Kritik seitens der Grünen aber auch Zuspruch von anderen.

"Es ist kontraproduktiv, wenn Vertreterinnen und Vertreter der Koalitionsparteien in Sachen Lehrerdienstrecht jede Woche eine andere Sau durch's Dorf treiben", zeigt sich Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen, wenig überzeugt vom Vorstoß der Salzburger Landeshauptfrau Gabi Burgstaller. Diese will die Ferien von Lehrkräften auf fünf Wochen beschränken. "Das ist populistisch und unterstellt, dass Lehrkräfte derzeit zu wenig arbeiten." Natürlich kann über die Ferienregelung nachgedacht werden, wenn aber immer nur ein Aspekt aus der komplexen Materie herausgegriffen wird, steht am Schluss keine zukunftsweisende Lösung, sondern es bleibt in Sachen Dienstrecht beim jetzigen unbefriedigenden Zustand.

Neues System für Lehrer?

Walser fordert daher Unterrichtsministerin Claudia Schmied auf, endlich die Eckpunkte des geplanten neuen Dienstrechts offenzulegen: "Klar muss sein, dass es für keine Lehrkraft zu finanziellen Verschlechterungen kommen darf, die Arbeitszeit von Lehrerinnen und Lehrern ausschließlich auf die Unterrichtszeit zu beschränken, ist im internationalen Vergleich zudem ein Auslaufmodell. Wir müssen auch wegkommen vom derzeitigen bürokratisch administrierten Zuteilungsmechanismen von Lehrkräften, einen offeneren Arbeitsmarkt schaffen und für zielgerichtete Weiterbildung sorgen."

Zuspruch für Burgstaller

Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (S) hat für ihren Vorstoß für eine Urlaubskürzung bei den Lehrern Unterstützung vom BZÖ und der FPK bekommen. Das komme seinen Vorstellungen sehr nahe, sagte BZÖ-Chef Josef Bucher bei einer Pressekonferenz am 1. Mai. Lehrer sollten in der schulfreien Zeit Schülern Förderunterricht geben, und keine private Nachhilfe. Auch Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) zeigte sich erfreut über die aktuelle Stellungnahme seiner Salzburger Kollegin.

Zeit für Veränderung

"Es ist höchst an der Zeit, dass im Rahmen einer flächendeckenden Ganztagsschule für die Aufgaben der Sommerkinderbetreuung auch für Lehrer die gleichen Spielregeln gelten müssen wie für jeden anderen Arbeitnehmer in Österreich", erklärt Dörfler. Es führe an der flächendeckenden Ganztagsschule und an entsprechenden Bildungsferienangeboten kein Weg mehr vorbei. "Ich vertrete mit Gabi Burgstaller eine gemeinsame Linie. Das Lehrerdienstrecht muss dahingehend geändert werden, dass auch Lehrer zur Bildungszukunft ihren Beitrag zu leisten haben", so Dörfler.
(Quelle: S24)

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