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Drei Straßenzüge betroffen

Lkw-Fahrverbote im Flachgau ab 15. März

Länderübergreifende Einigung gegen Transit-Verkehr

Auf ein länderübergreifendes Lkw-Fahrverbot haben sich am Montag Salzburg und Oberösterreich geeinigt. Drei Straßen im Grenzraum zwischen dem Flachgau und dem Bezirk Braunau sind betroffen. Die Gemeinden sollen damit vom Transitverkehr entlastet werden. Eine Einigung gab es auch für ein gemeinsames Öffi-Paket.

Ende des Jahres hatte Salzburgs Verkehrlandesrat Stefan Schnöll (ÖVP) ein Lkw-Fahrverbot auf der Lamprechtshausener Bundesstraße (B156) angekündigt. Von Seiten Oberösterreichs wurde der Vorstoß massiv kritisiert.

Lkw-Fahrverbote LMZ
Im Bild (v.li.): Stefan Schnöll, Wilfried Haslauer, Thomas Stelzer und Günther Steinkellner.

Gesamtpaket für Flachgau und Braunau

Nach mehreren Gesprächen konnte man sich nun auf ein Gesamtpaket für den nördlichen Flachgau und den Bezirk Braunau einigen. "Diese gemeinsame Lösung ist für unseren gemeinsamen Wirtschaftsraum wichtig und bringt zudem eine spürbare Transit-Entlastung für die betroffenen Gemeinden. Darüber hinaus haben wir uns auf ein Maßnahmenpaket im Bereich Öffentlicher Verkehr geeinigt, welches grenzüberschreitende Effekte bewirken soll und unsere Mobilitätsoffensive weiter stärkt", so Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) zu dem konstruktiven Gespräch.

Konkret gibt es künftig Fahrverbote auf der B156, der Braunauer Straße/Wiener Straße (B147/B1) und der Spange Jeging/Mattseer Landesstraße (L505/L101). Darüber hinaus konnte man sich auf ein Gesamtpaket für die Region einigen, das auch wichtige Maßnahmen für den Öffentlichen Verkehr beinhaltet. "Ich habe kein Verständnis für holländischen Transitverkehr, der über unsere Salzburger Landesstraßen nach Italien fährt. Wir wollen, dass der Transit dort fährt, wo er hingehört. Nämlich auf der Autobahn. Mit den vereinbarten Maßnahmen ist uns eine überregionale Lösung gelungen, die den schweren überregionalen Transitverkehr aus dem ganzen nördlichen Flachgau von unseren Landesstraßen verbannen soll. Die Fahrverbote entlasten damit nicht nur den Raum um Lamprechtshausen entlang der B156, sondern auch die Region um Straßwalchen entlang der B147/B1 und auch das Salzburger Seenland entlang der L101", so Schnöll am Montag in einer Aussendung.

Die Lkw-Fahrverbote im Detail

Grundsätzlich davon betroffen sind: Lkw über 7,5 Tonnen mit Anhänger und Sattelkraftfahrzeuge. Die Fahrverbote werden jeweils auf der Salzburger und auf der Oberösterreichischen Seite gelten. Das Salzburger Fahrverbot auf der B156 tritt mit 15. März in Kraft. Oberösterreich wird auf seinem Teil der B156 mit demselben Verbot mit 1. Mai nachziehen. Alle anderen Fahrverbote werden gemeinsam abgestimmt am 1. Mai in Kraft treten.

  • Auf der B156: ausgenommen Ziel- und Quellverkehr Bundesland Salzburg, Bezirk Braunau und die Bayerischen Gemeinden Kirchdorf, Julbach, Simbach, Wittibreut, Stubenberg, Ering, Kößlarn und Malching
  • B147/B1: ausgenommen Ziel- und Quellverkehr Bundesland Salzburg, Bezirk Braunau, Bezirk Vöcklabruck, Bezirk Ried im Innkreis und die Bayerischen Gemeinden Kirchdorf, Julbach, Simbach, Wittibreut, Stubenberg, Ering, Kößlarn und Malching
  • L505/L101: ausgenommen Ziel- und Quellverkehr Bundesland Salzburg, Bezirk Braunau, Bezirk Vöcklabruck, Bezirk Ried im Innkreis und die Bayerischen Gemeinden Kirchdorf, Julbach, Simbach, Wittibreut, Stubenberg, Ering, Kößlarn und Malching

Öffi-Paket für Salzburg und Oberösterreich

  • Absichtserklärung zur Verlängerung der Salzburger Lokalbahn in Richtung Norden bis nach Eggelsberg
  • Die Elektrifizierung der Mattigtalbahn soll vorangetrieben werden
  • Die Bus-Linie 880 wird von Eggelsberg bis Lamprechtshausen unter der Woche auf einen Stundentakt verdichtet (von 5.30 bis 21.30 Uhr; aktuell: Zwei-Stunden-Takt)
  • Im nördlichen Flachgau entlang der Lokalbahn soll ein Pendler-Parkhaus errichtet werden
(Quelle: SALZBURG24)

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