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Offenhaltung im Lockdown

Kindergarten-Auslastung "überrascht" Landesrätin

Klambauer zur aktuellen Situation in Salzburg

Trotz des zweiten Lockdowns stehen Salzburgs Kindergärten und Krabbelstuben zur Betreuung offen – und das Angebot wird offenbar aktiv genutzt. Aktuell besuchen fast 40 Prozent der Kindergartenkinder im Bundesland ihre Bildungseinrichtungen, erklärt Landesrätin Andrea Klambauer (NEOS) am Freitagvormittag auf Nachfrage von SALZBURG24: "Die hohe Zahl der Kinder überrascht mich, ich hatte mit einem Viertel gerechnet."

Für die Erhebung der aktuellen Auslastung seit Beginn des zweiten Lockdowns hat das Land eine Blitz-Umfrage durchgeführt. "438 von insgesamt rund 600 öffentlichen und privaten Einrichtungen haben in der kurzen Zeit geantwortet", schildert Klambauer im Telefonat mit SALZBURG24 und führt aus: "Landesweit besuchen 39 Prozent der Kinder die Bildungseinrichtungen, in der Landeshauptstadt sind es 35 Prozent."

 

Ein Stadt-Land-Gefälle könne man nicht erkennen. Durchschnittlich sieben Kinder werden betreut. Angaben über das dafür eingesetzte Personal konnte die Landesrätin vorerst nicht machen.

Kindergärten und Krabbelstuben geöffnet 

Klambauer setzte sich bis zuletzt für die Offenhaltung ein – auch wenn die Eltern keinen systemrelevanten Beruf haben. "Im ersten Lockdown wurde auf Eltern teils massiver sozialer und beruflicher Druck ausgeübt. Außerdem haben wir erlebt, dass Kinder mit geringen Deutschkompetenzen gravierend zurückgefallen sind." Umso wichtiger sei es jetzt, dass die Bildungseinrichtungen geöffnet bleiben.

Kindergarten, Themenbild APA/HERBERT NEUBAUER

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Eine Tendenz für die kommenden zwei Wochen könne man derzeit noch nicht treffen. Klambauer rechnet jedenfalls nicht mit einer größeren Zu- bzw. Abnahme der Kinder in Bildungseinrichtungen.

Keine Cluster-Zunahme in Bildungseinrichtungen 

In kleinen Gruppen – unter Einhaltung bestehender Hygiene- und Präventionsmaßnahmen sowie unter erhöhten Sicherheitsmaßnahmen – soll das Corona-Infektionsrisiko möglichst gering gehalten werden. Und um Kindergruppen zu verkleinern, könne die Betreuung einer Kleingruppe einer erfahrenen Zusatzkraft übertragen werden. "Kinderbildungseinrichtungen und Eltern leisten derzeit einen immensen Beitrag, um die sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren."

SB: Andrea Klambauer, NEOS, NEUMAYR
"Wir lassen kein Kind zurück“, sagt Landesrätin Andrea Klambauer. (ARCHIVBILD)

In Salzburgs Kindergärten habe man bislang keine Cluster-Zunahme verzeichnet, betont die Landesrätin. Aktuell sind übrigens fünf Prozent der Pädagoginnen und Pädagogen in Salzburg Corona-positiv oder Kontaktperson 1.

Rückgang bei betreuten Schulkindern erwartet 

Bildungslandesrätin Maria Hutter (ÖVP) rechnet aufgrund der aktuellen Anmeldezahlen indes mit weniger betreuten Kindern an den Schulen bis zur kommenden Woche: "Auf die einzelnen Schultypen aufgeteilt sind es aktuell rund 25 Prozent an Volksschulen, acht Prozent an Mittelschulen und 3,5 Prozent an den AHS-Unterstufen", zeigt Hutter in einer Landesaussendung am Freitag auf.

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(Quelle: SALZBURG24)

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