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Ab Montag

Sport und Spiel für Kids in Kleingruppen möglich

Lockerungen bei Salzburgs Kinder- und Jugendarbeit

Kindergarten, Themenbild APA/HERBERT NEUBAUER
Ab Montag gelten in der Kinder- und Jugendarbeit erste Lockerungen. (SYMBOLBILD)

Die Freizeitgestaltung für Salzburgs Kinder war in den letzten Monaten sehr eingeschränkt, das Vereinsleben stand quasi still. Auch Kinder- und Jugendarbeiter konnten nur eingeschränkt Beratungen durchführen. Das soll sich nun ändern.

Soziale Aktivitäten fielen für Kinder in der letzten Zeit häufig flach. Auch das Vereinsleben stand so gut wie still. Die Mitarbeiter der Kinder- und Jugendhilfe unterstützen die Jungen bei ihren Problemen, gerade während der Corona-Krise. Covid-bedingt waren in den vergangenen Monaten nur Einzelberatungsgespräche und Aktivitäten in Kleingruppen möglich.

Lockerungen sollen Erleichterung bringen

„Diese Situation hat gerade junge Menschen enorm belastet. Treffen in Jugendzentren oder Vereinen waren nicht erlaubt. Doch gerade dort gibt es sehr kompetente Mitarbeiter, die sie in schwierigen Situationen begleiten können. Ich bin sehr froh, dass wir das jetzt mit vorsichtigen Schritten wieder ermöglichen können“, sagt die zuständige Landesrätin Andrea Klambauer (NEOS). Kinder- und Jugendarbeit ist nun ab dem 15. März unter strengen Vorsichtsmaßnahmen schrittweise möglich.

Regeln im Überblick:

  • In geschlossenen Räumen und im Freien möglich
  • Testverpflichtung für Jugendliche besteht in geschlossenen Räumen (Antigentest maximal 48 Stunden, PCR Test max. 72 Stunden alt)
  • Zusätzlich Maskenpflicht plus Abstand in geschlossenen Räumen
  • Gruppengröße beträgt maximal zehn Personen und bis zu zwei Betreuungspersonen
  • Verpflichtendes Präventionskonzept
  • Registrierungspflicht

Jugendarbeit unterstützt Kids während Pandemie

Die Jugendarbeit bietet etwa telefonische Beratung, Informationsarbeit, Einzelspaziergänge mit Jugendlichen oder die Organisation von Laptops für das Distance Learning an. Das alleine reiche allerdings nicht. „Kinder und Jugendliche brauchen Gleichaltrige, sozialen Austausch und Orte der Begegnung. Der kürzlich veröffentlichte Jugendreport hat bestätigt, was wir befürchtet haben. Kinder und Jugendliche leiden massiv. Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, bei Lockerungsmaßnahmen die Priorität auf junge Menschen zu legen“, erklärt Klambauer.

(Quelle: SALZBURG24)

Jedes fünfte Kind öfter traurig oder einsam

Kind, Gewalt, Traurigkeit, SB dpa-Zentralbild/Patrick Pleul
(SYMBOLBILD)

Eine aktuelle Studie der Uni Salzburg zeigt die dramatischen Auswirkungen der Covid-Krise auf Kinder im Volksschulalter auf. Rund 79 Prozent der 531 Befragten geben an, dass es ihnen im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie schlechter geht.

Jedes dritte Kind ist öfter wütend oder genervt, jedes fünfte ist öfter traurig oder fühlt sich einsam. Jedem zweiten Kind macht die aktuelle Situation der Umfrage zufolge Angst, jedes dritte Kind schläft aktuell schlechter.

Bewegung von Kindern in Pandemie extrem gesunken

Fast neun von zehn Kindern sind im Vergleich zur Zeit vor der Pandemie weniger aktiv, zeigt die von Manuel Schabus und Esther-Sevil Eigl vom Zentrum für Kognitive Neurowissenschaften der Universität Salzburg durchgeführten Kinder-Befragung "Jetzt sprichst du". Gleichzeitig verbringen drei Viertel mehr Zeit mit Smartphone, Fernsehen, Spielkonsole oder Tablet.

Volksschüler sehen sich nach Normalität

Am meisten fehlt den Schülern der Befragung zufolge Normalität: Jeweils rund ein Drittel wünscht sich, Sport treiben zu können, ohne Maske zu sein und die Gesichter der Menschen sehen zu können bzw. Freunde ohne Einschränkungen treffen zu können. Ebenso groß ist die Gruppe die laut Umfrage seit Beginn der Pandemie Verwandte und Freunde (fast) gar nicht mehr gesehen hat. "Mich nervt alles an Corona, es gibt kein anderes Thema mehr und meine Eltern haben nur wegen Corona viel mehr Arbeit und viel weniger Zeit für mich", schrieb ein Kind auf die Frage, was besonders nerve.

Salzburger Studie deckt Ängste auf

Zwei Drittel der Kinder rechnen mit einer Rückkehr zur Normalität allerdings erst 2022 oder 2023. Zu den größten Ängsten der Kinder gehört, dass es bis dahin noch lange dauern wird oder das Leben gar nicht mehr so werden könnte wie vor der Pandemie. Das gibt jeweils ein Fünftel an. Ebenso viele Kinder haben Angst, dass Eltern, Geschwister oder nahe Angehörige sterben könnten. Das Coronavirus selbst halten unterdessen nur rund 29 Prozent der Kinder für (sehr) gefährlich, 40 Prozent schätzen es ein wie die Grippe, der Rest stuft Covid-19 als nicht oder nicht sehr gefährlich ein. Die Zahlen sind dabei quasi ident mit der Einschätzung ihrer Eltern.

Kids genervt von Masken

In der Schule geht drei Viertel der normale Schulalltag ab. Auch im dortigen Alltag vermissen es rund 42 Prozent am meisten, ihre Freunde und Schulkameraden zu treffen, jedem Dritten der fehlt Sport in der Schule. "Ich vermisse die Schule wie sie vorher war. Ich habe keinen Spaß mehr in der Schule. Es fühlt sich an als dürfen wir keine Freunde sein", lautet ein Kommentar in der Umfrage. Insgesamt am meisten genervt sind sie der Studie zufolge vom Maskentragen (40 Prozent), davon ihre Freunde nicht wie sonst treffen zu können (20 Prozent) und von den Corona-Tests in der Schule (16 Prozent).

Corona-Tests unbeliebt

Mit den dort eingesetzten anterio-nasalen Schnelltests ("Nasenbohrer"-Tests) hat ein Teil der Schüler seine liebe Not: Fast jeder Zweite findet diesen unangenehm, jedem Dritten machen sie sogar Angst.

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