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Entwarnung: Keine Verschütteten bei Lawinenabgang

Die Lawine war bei der Seekareckbahn in Obertauern abgegangen. Bergrettung Obertauern
Die Lawine war bei der Seekareckbahn in Obertauern abgegangen.

Das Rote Kreuz konnte beim Lawinenabgang in Obertauern (Pongau/Lungau) nun Entwarnung geben: Es wurde niemand verschüttet. "Das Gebiet ist von Suchhunden und Bergrettern mehrfach abgesucht worden, es ist aber niemand verschüttet worden", erklärt Rot-Kreuz Sprecherin Johanna Pfeifenberger gegenüber SALZBURG24.

Die Lawine war bei der Seekareckbahn in Obertauern abgegangen. Erste Berichte, wonach ein Wintersportler verschüttet wurde, haben sich nicht bewahrheitet.

Große Suchaktion in Obertauern

Niemand hatte den Lawinenabgang selbst beobachtet, aber nachdem auch Skispuren zu sehen waren, gab es eine große Suchaktion von 14 Bergrettern, vier Suchhundeteams und 18 Mitarbeitern der Bergbahnen Obertauern. Mittels Lawinenhunden, Sonden, LVS- und Recco-Geräten wurde der komplette Lawinenkegel abgesucht. Die Lawine selbst war eine Grundlawine im etwa 40 Grad steilem Gelände und gut 200 Meter lang, 60 Meter.

„Nachdem trotz gründlicher Suche niemand gefunden und keine Abgängigkeitsmeldung bei uns eingegangen war, wurde der Lawineneinsatz um 12 Uhr beendet“, so der Einsatzleiter der Bergrettung Obertauern, Michael Koch.

Er appelliert allerdings dringend an Wintersportler einen ausgelösten Lawinenabgang zu melden. „Es erspart uns lange Suchaktionen und hat natürlich keine negativen Konsequenzen für die Auslöser einer Lawine.“ Im Einsatz war auch das Rettungshubschrauberteam von C14 und Alpinpolizei.

Ski-Spuren führten aus Lawinenkegel heraus

Wintersportler wollten offenbar in den steilen Hang neben der Grünwaldköpflbahn einfahren. Vermutlich dürfte es ihnen dann aber selbst zu gefährlich geworden sein, denn ihre Spuren führten aus dem späteren Lawinenkegel wieder heraus. Ihr Druck dürfte aber den Schnee in Bewegung gesetzt haben. Unklar sei, ob sie die Lawine direkt losgetreten haben oder ob diese später von alleine abgegangen sei, sagte die Sprecherin der Bergrettung, Maria Riedler. Helfer der Bergrettung, Alpinpolizisten, Lift- und Pistenpersonal sowie vier Hundeführer suchten die Schneemassen ab, teilweise mit Sonden.

(SALZBURG24/APA)

(Quelle: S24)

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