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"Kein Lagerkoller", sondern "Skiurlaub wie vor 100 Jahren" in abgeschnittenem Tweng

Wegen erhöhter Lawinengefahr ist die Katschbergstraße (B99) zwischen Mauterndorf und Obertauern seit Sonntagabend gesperrt. Für die rund 450 eingeschlossenen Menschen im dazwischen liegenden Tweng scheint das allerdings kein Grund zur Verzweiflung. „Es herrscht noch kein Lagerkoller“, versichert Vizebürgermeister Heribert Lürzer im Gespräch mit SALZBURG24.

Am Dienstag gegen 12 Uhr findet die nächste Begehung mit der Lawinenkommission statt. „Wir erwarten zu Mittag eine Wetterbesserung, daher bin ich guter Dinge“, sagt Lürzer. Eine Prognose, wann die Straße wieder freigegeben werden kann, will er aber vorerst nicht abgeben. Die Lawinensituation sei nach wie vor heikel.

Rund 450 Menschen in Tweng eingeschlossen

In Tweng halten sich derzeit knapp 450 Menschen auf – rund 300 Urlauber und etwa 120 Einwohner. Die Stimmung sei nach wie vor gut, so Lürzer. Im Ortskern bestehe zudem keine Gefahr von Lawinenabgängen. „Es kommt derzeit noch zu keinen Versorgungsengpässen“, erklärt er, „tritt aber ein Notfall ein oder jemand braucht medizinische Hilfe, dann werden die Einsatzkräfte über die gesperrte Straße in den Ort eskortiert.“

Skijöring und Schlittenfahrten in Tweng

Inzwischen bieten die Hoteliers ihren Gästen „einen Skiurlaub wie vor 100 Jahren“ an, erzählt der Vizebürgermeister und selbst Hotelbetreiber in Obertauern.

„Die Straße wird ausgenutzt, wenn wir schon eingesperrt sind“, heißt es etwa beim Twengerhof. Da werden ohne zu zögern, die Ski angeschnallt und man versucht sich im sogenannten Skijöring hinter ein Auto gespannt. Mit dem Schlittenpony gibt es außerdem Taxifahrten durch den eingeschneiten Ort. Der Ein-PS-Lift zieht Skifahrer auch auf kleine Hügel hinauf.

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