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Dramatische Minuten

Tourengeher retten im Lungau Kameraden aus Lawine

Schneebrett erfasst Wintersportler am Großen Königsstuhl

Bei einem Lawinenabgang unterhalb des Großen Königsstuhls (Lungau) sind am Sonntagvormittag vier Skitourengeher von einem Schneebrett erfasst worden. Ein Wintersportler wurde komplett verschüttet, konnte von seinen Kameraden aber gerettet werden, berichtet die Bergrettung.

Zum dritten Mal innerhalb weniger Tage kam es im Bundschuhtal am Sonntag zu einem Lawineneinsatz. Vier Skitourengeher aus der Steiermark bzw. aus dem Lungau wurden beim Aufstieg auf den Großen Königsstuhl vom Rosaninsee aus von einem Schneebrett erfasst und mitgerissen. Zwei Tourengeher wurden dabei teilverschüttet und einer komplett. Bei Letzterem handelte es sich um einen 28-jährigen Steirer. Er hatte das Glück, dass ihn seine Begleiter binnen zehn bis fünfzehn Minuten fanden und ausgraben konnten. Die alarmierten Bergretter aus Tamsweg und Muhr versorgten den Verschütteten vor Ort gemeinsam mit einem Rettungshubschrauberteam aus Kärnten.

„Der Mann dürfte eine Oberschenkelfraktur erlitten haben“, so Hannes Kocher, der Bezirksleiter der Lungauer Bergrettung. Nach der Erstversorgung durch zwei anwesende Ärzte und Notfallsanitäter wurde der Tourengeher mittels Taubergung geborgen und ins Krankenhaus nach Villach geflogen. Seine unverletzten Begleiter konnten selbständig abfahren. Im Einsatz standen neben Bergrettern aus Tamsweg und Muhr und einem Hundeführer der Bergrettung noch Alpinpolizei und das ÖAMTC-Hubschrauberteam aus Kärnten. Das Schneebrett war etwa 100 Metern breit und 350 Meter lang.

Mehrere Lawinenabgänge im Lungau

Wegen der derzeit sehr angespannten Lawinensituation in den Lungauer Nockbergen appellierte der Bezirksleiter an die Tourengeher, sich defensiv am Berg zu verhalten bzw. auf Skitouren zu verzichten. „Was die Lawinenwarnstufe betrifft, so war das heute wieder ein gespannter Dreier“, so Kocher. „Der 20 bis 25 Zentimeter tiefe Pulverschnee liegt auf schlechtem Untergrund, einer Harschschicht.“

In dieser Woche sind im Lungau bereits mehrere Lawinen abgegangen, bei denen Tourengeher oder Variantenfahrer teils oder komplett verschüttet, aber zum Glück nicht schwerer verletzt wurden. Die Kameradenrettung hat gut funktioniert. „Der richtige Umgang mit der Notfallausrüstung gehört für die Kameradenrettung geübt, das hat der heutige Einsatz wieder gut gezeigt“, so Kocher.

(Quelle: SALZBURG24)

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