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Lungauer SPÖ befürchtet Bedeutungslosigkeit für Kaserne Tamsweg

Erneut Aufregung um die Struckerkaserne in Tamsweg. Neumayr/ Archiv
Erneut Aufregung um die Struckerkaserne in Tamsweg.

Ist die Kaserne in Tamsweg (Lungau) schon wieder in Gefahr? Genau das befürchtet Gerd Brand, SPÖ-Bezirksvorsitzender im Lungau, wegen angeblicher Zentralisierungspläne des neuen Verteidigungsministers. Wir haben uns deshalb beim Bundesheer darüber erkundigt.

Erst im Frühjahr 2016 wurde beschlossen, dass die Struckerkaserne nicht geschlossen werden soll. Brand ortet in einer Aussendung Zentralisierungspläne des FPÖ-Verteidigungsministers Mario Kunasek: "Die Zentralisierung des Bundesheers hätte zur Folge, dass die Kaserne in Tamsweg zur bedeutungslosen Geisterkaserne verkommt. Die Kaserne wäre dann zwar immer noch da, würde aber keine Arbeitsplätze und keine Wertschöpfung für den Lungau bringen", so Brand.

Zentralisierung durch Rekrutenschulen?

Grundlage für Brands Befürchtungen sind Aussagen von Erich Cibulka, dem Präsidenten der Offiziersgesellschaft. Dieser begrüßte zuletzt die unter Kunasek geplanten Rekrutenschulen, warnte aber gleichzeitig vor einer zu zentralen Organisation. Ziel dieser Schulen sei es, zeitraubende Wegstrecken zu vermeiden. Darüberhinaus sollen moderne Unterkünfte, Übungsplätze und Ausbildungsflächen in unmittelbarer Nähe liegen.

Bundesheer: "Zentralisierungspläne gibt es nicht"

Das Bundesheer reagierte prompt: "Brands Behauptungen sind frei erfunden und völlig aus der Luft gegriffen – Zentralisierungspläne gibt es nicht", heißt es auf S24-Anfrage aus dem Ministerium. "Die Kaserne Tamsweg bleibt weiter bedeutend für das Bundesheer, die vielleicht sogar noch ausgebaut werden könnte."

Struckerkaserne als mögliche Sicherheitsinsel

Neo-Verteidigungsminister Kunasek präsentierte erst kürzlich seine Leuchtturmprojekte, darunter sind neben Rekrutenschulen auch sogenannte Sicherheitsinseln, zu der auch möglicherweise die Kaserne in Tamsweg zählen könnte. Im gesamten Bundesgebiet sollen Kasernenstandorte festgelegt werden, die im Krisen- oder Katastrophenfall eine regionale Durchhaltefähigkeit gewährleisten sollen. Diese Kasernen leben autark, versorgen sich also eigenständig mit Vorrat, Wasser und Energie. Im Ernstfall sollen die Blaulichtorganisationen und Bevölkerung temporär rasch versorgen und unterstützen.

(Quelle: S24)

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