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Entgleisung

So soll die Murtalbahn geborgen werden

Zeitpunkt noch nicht fix

Für die aufwendige Bergung der entgleisten Murtalbahn steht nun der Plan, der Zeitpunkt allerdings noch nicht.

Nach dem Zugunfall der Murtalbahn am Morgen des 9. Juli an der Landesgrenze Steiermark-Salzburg ist nun bekannt, wie der entgleiste und in die Mur gestürzte Triebwagen geborgen werden soll. Wie die Steiermarkbahn (StB) am Donnerstag in einer Aussendung informierte, soll das 32 Tonnen schwere Fahrzeugs von der - flussabwärts betrachtet - rechten Uferseite mit einem mobilen Schwerlast-Raupenkran aus dem schwer zugänglichen Fluss gehoben werden.

Triebwagen der Murtalbahn entgleist

Der Triebwagen soll dabei über eine Distanz von rund 60 Metern angehoben, über die Mur geschwenkt und auf einen Schwerlasttransporter verladen werden. Allerdings seien vor der Bergung noch umfangreiche Vorarbeiten an der Aufstellfläche notwendig, um eine für den Raupenkran notwendige Zufahrt und die Tragfähigkeit des Untergrundes zu gewährleisten. In den nächsten Tagen werden dazu Sachverständige den Boden untersuchen und Proben durchführen. Danach erfolgt die Errichtung der Zufahrt.

Zeitpunkt für Bergung noch offen

Ein Zeitpunkt für die Bergung steht noch nicht fest, bei der Steiermarkbahn rechnete man aber abhängig von den Ergebnissen aus den Prüfungen, dem Vorliegen der erforderlichen Genehmigungen und der Wettersituation von einem Termin in etwa zwei Wochen. Bis dahin soll auch sichergestellt werden, dass keine Umweltgefahr von dem mit Diesel betriebenen Zugfahrzeug ausgeht.

Zwei Waggons bleiben auf Gleisen

Vor dem Zugsunglück zwischen Predlitz und Kendlbruck dürfte ein Baum aufgrund eines Gewitters und des nächtlichen Starkregens von der Böschung auf die Gleise gestürzt sein. Der Fahrer des Triebfahrzeugs konnte trotz Notbremsung einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Der Zug entgleiste und stürzte über den rund fünf Meter hohen Bahndamm in die daneben fließende Mur. Dort kam der Wagen auf der Seite liegend im Wasser zum Stillstand. Die beiden anderen Waggons blieben auf den Schienen stehen.

Knapp 20 Schüler im Zug

Der Unfall ging den Umständen entsprechend glimpflich aus: Die 15 bis 20 Schüler, die im abgestürzten Triebwagen saßen und auf dem Weg zur Zeugnisverteilung waren, konnten sich mit Hilfe des Lokführers und mit gegenseitiger Unterstützung über den Hinterausgang ans Ufer retten. Laut Rotem Kreuz wurden 17 Personen verletzt, neun davon mussten im Spital behandelt werden.

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 31.07.2021 um 11:07 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/lungau/murtalbahn-plan-fuer-bergung-steht-106962523

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