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Viel zu viel

Übereifrige Pilzsammler in Tamsweg erwischt

26,3 Kilo Schwammerl aus dem Prebergebiet

Pilze, Schwammerl, SB APA/ANGELIKA KREINER
Zwei Kilo pro Person und Tag sind erlaubt. (SYMBOLBILD)

Übereifrige Schwammerlsucher wurden am Donnerstag im Prebergebiet in Tamsweg (Lungau) erwischt. Die beiden Männer hatten satte 26,3 Kilo an Pilzen bei sich. Erlaubt sind pro Person und Tag zwei Kilogramm.

Tamsweg

Bei einer Kontrolle wurden im Auto der beiden Italiener, 68 und 71 Jahre alt, 26,3 Kilo Pilze im Kofferraum gefunden, wie die Polizei in einer Presseaussendung berichtet. 

Pilze an Küche abgegeben

Die Schwammerl hatten die Italiener am Preber gepflückt und dann für den Abtransport im Kofferraum verstaut. Die Beamten hoben über Anordnung der Bezirkshauptmannschaft Tamsweg eine Sicherheitsleistung von 263 Euro ein.

Zudem blüht den zwei Männern eine Verwaltungsstrafe. Sie wurden wegen Übertretung nach der Pilzverordnung angezeigt. Über die beschlagnahmten Pilze dürfen sich jetzt andere freuen. Die Delikatesse wurde einer Großküche in Tamsweg zur Verfügung gestellt.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

Zwei Kilo pro Tag erlaubt

Eierschwammerl, Pfifferlinge, Schwammerl, Pilz, SB Land Salzburg/Melanie Hutter

Die Schwammerl sprießen zurzeit in den Salzburger Wäldern wieder aus dem Boden. Zahlreiche Wanderer sind auf der "Jagd". Zwei Kilogramm pro Person und Tag sind erlaubt, das wissen die meisten und die Regeln sind alles andere als "schwammig". Wir klären auf.

Von den ca. 8.800 in Österreich bekannten Pilzarten kommen für Speisezwecke nur etwa 100 Arten in Frage. Viele Arten sind ungenießbar bzw. haben keinen Speisewert und einige sind für den Menschen sogar tödlich giftig. HIER findet ihr Tipps.

Beim Schwammerl suchen gilt ein Nachtverbot

Um die Tiere im Wald nicht zu stören, die vor allem in der Morgen- und Abenddämmerung mit der Nahrungsaufnahme beschäftigt sind, wurden darüber hinaus Schwammerlsuchzeiten eingeführt: In den Sommermonaten ist es zwischen 7 und 19 Uhr erlaubt. Ab 1. Oktober ist diese auf 7 bis 17 Uhr eingeschränkt. In einzelnen naturschutzrechtlich geschützten Gebieten, wie etwa Naturwaldreservaten oder Sonderschutzgebieten im Nationalpark Hohe Tauern, ist es überhaupt nicht gestattet.

Geldstrafe bis zu 14.000 Euro

Rund 500 ehrenamtliche Mitglieder der Berg- und Naturwacht kontrollieren die Einhaltung dieser im Salzburger Naturschutzgesetz festgeschriebenen Regelungen. Diese sind speziell ausgebildet, dürfen Sammler anhalten, Daten aufnehmen, aber auch zum Beispiel den Rucksack durchsuchen. Wird ein Schwammerlsucher mit mehr als zwei Kilo erwischt, so werden alle Pilze beschlagnahmt. Außerdem erfolgt eine Anzeige, wobei eine Geldstrafe bis zu 14.000 Euro möglich ist.

Genehmigung fürs Schwammerl sammeln

Wer größere Mengen an Pilzen sammeln oder diese verkaufen möchte, braucht die Genehmigung des Grundeigentümers und der Naturschutzbehörde. 

Aufgerufen am 15.04.2021 um 08:33 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/lungau/tamsweg-uebereifrige-pilzsammler-erwischt-91485700

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