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Wintereinbruch in Salzburg: ÖAMTC rät zu Winterreifen

In Salzburg hat es in den höher gelegenen Gebieten bereits geschneit. In Obertauern (Lungau) sorgen Schnee und Kälte etwa bereits für winterliche Fahrbedingungen. Der ÖAMTC Salzburg musste bereits zu mehreren Fahrzeugbergungen ausrücken, weil viele Fahrer noch mit Sommerreifen unterwegs sind.

Die Winterreifenpflicht beginnt zwar erst am 1. November, doch bereits jetzt kann es vor allem in höher gelegenen Gegenden zu winterlichen Fahrbedingungen kommen. Viele Autofahrer sind noch mit Sommerreifen unterwegs: "Gestern mussten wir mehrere Fahrzeuge nach Ausrutschern bergen und abschleppen",  berichtet Siegfried Gfrerer vom ÖAMTC Tamsweg (Lungau).

Autos mit Sommerreifen schlitterten von der schneenassen Fahrbahn. Foto: ÖAMTC Salzburg Salzburg24
Autos mit Sommerreifen schlitterten von der schneenassen Fahrbahn. Foto: ÖAMTC Salzburg

Autofahrer, die in diesen Gegenden unterwegs sind, sollten also bereits auf Winterreifen umsteigen. Auch die Schneeketten sollte man vorsichtshalber schon mithaben. "In höheren Lagen muss man jederzeit mit winterlichen Fahrbahnen rechnen und nach kalten Nächten bildet sich oft gefährliches Glatteis", betont Gfrerer.

Winterreifenpflicht ab 1. November

Für Pkw, Pkw mit leichtem oder schwerem Anhänger, für Klein-Lkw (also bis 3,5 t und B-Führerschein) und für Mopedautos gilt ab 1. November eine witterungsabhängige Winterausrüstungspflicht: Pkw- und Klein-Lkw-Lenker haben bei winterlichen Fahrbedingungen folgende zwei Möglichkeiten:

  • Winterreifen

Bei Schneefahrbahn, Schneematsch oder Eis müssen an allen Rädern Winterreifen angebracht sein. Autofahrer sollten regelmäßig die Wetterberichte verfolgen. Einfache Straßennässe kann bei Absinken der Temperatur etwa zu Glatteis werden: Dann gilt die Winterreifenpflicht. Als Winterreifen werden gesetzlich solche anerkannt, die mit den Bezeichnungen "M+S", "M.S." oder "M & S" gekennzeichnet sind und mindestens vier Millimeter, bei Diagonalreifen fünf Millimeter Profiltiefe aufweisen. Das gilt auch für so genannte Ganzjahresreifen, Allwetterreifen sowie Spikereifen.

  • Sommerreifen mit Schneekette

Als Alternative zur Winterbereifung kann man Schneeketten auf mindestens zwei Antriebsrädern montieren. Das ist allerdings nur erlaubt, wenn die Straße durchgängig oder fast durchgängig mit Schnee oder Eis bedeckt ist. Die Ketten sind auf den Rädern der Antriebsachse zu montieren. Wer Sommerreifen am Auto hat, sollte bei längeren Fahrten auf jeden Fall Schneeketten im Kofferraum mitnehmen.

Hohe Strafen bei Gefährdung

Wer bei winterlichen Fahrbahnbedingungen ohne Winterreifen fährt, riskiert eine Strafe von 60 Euro. Werden andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, drohen theoretisch sogar bis zu 5.000 Euro Strafe.

Was bezahlt die Versicherung?

Verursacht ein Autofahrer mit seinem Auto einen Schaden, während er noch Sommerreifen montiert hat, hat dessen Haftpflichtversicherung den Schaden zu ersetzen. Nach der bisherigen Rechtsprechung der Gerichte kann die Versicherung vom Lenker des sommerbereiften Pkw keine Rückzahlung verlangen. Zur neuen Rechtslage (witterungsabhängige Winterausrüstungspflicht) liegen allerdings noch keine Urteile vor.

Die Kaskoversicherung kann freilich dem Lenker des sommerbereiften Pkw eine Zahlung wegen "grober Fahrlässigkeit" ablehnen, wenn weitere Umstände (zum Beispiel überhöhte Geschwindigkeit, Telefonieren, etc.) hinzugekommen sind.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 08.12.2019 um 05:01 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/lungau/wintereinbruch-in-salzburg-oeamtc-raet-zu-winterreifen-57196048

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