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Einhausung der A10

Messstelle attestiert Zederhaus Top-Luftqualität

Die Luftgüte im Ortszentrum von Zederhaus (Lungau) hat sich durch die Schutzmaßnahmen entlang der Tauernautobahn (A10) deutlich verbessert: "Das Ortszentrum hat nun Luftkurortqualität", zeigt sich Landeshauptmann-Stellvertreter und Umweltreferent Heinrich Schellhorn (Grüne) am Mittwoch bei einem Lokalaugenschein erfreut. Für künftige Messungen wurde die Luftgüte-Messstelle nun vom Ortszentrum in den Ortsteil Lamm verlegt.

Zederhaus

Seit dem Jahr 2000 führte die Umweltschutzabteilung des Landes Salzburg entlang der Scheitelstrecke der Tauernautobahn mehrere Messungen zur Luftqualität durch. Zusätzlich zu diesen Messungen wurde die Messstelle in Zederhaus neben der Feuerwehr im Februar 2000 als permanente Referenzmessstelle errichtet. "Mit diesen Luftgütemessungen entsprechen wir den Auflagen zu den nun abgeschlossenen Bauvorhaben wie der zweiten Tauerntunnelröhre und der Einhausung Zederhaus", erläutert Alexander Kranabetter, Leiter des Salzburger Luftgütemessnetzes.

Ortszentrum nun vor Lärm und Abgasen geschützt

Nun wurde die Messstelle in Abstimmung mit der Gemeinde Zederhaus vom Ortszentrum in den Ortsteil Lamm verlegt, da dort "freie Sicht" zur Autobahn besteht. "Im Ortszentrum von Zederhaus werden nun durch die Einhausung die Anforderungen an die Luftqualität für Kurorte erfüllt", so der Experte.

Luftmessstation, Luftgüte, Luftqualität Land Salzburg/Neumayr
Die Luftmess-Station in Zederhaus.

Größter Verursacher an Stickstoffoxiden: Tauernautobahn

Der größte Verursacher von Stickstoffoxiden im Zederhaustal ist bei weitem die Tauernautobahn. Der zunehmende Verkehr und insbesondere der 2015 öffentlich gewordene Dieselskandal (manipulierte NOX-Abgaswerte beim Diesel-Pkw) sind für den Großteil der Belastung mit Stickstoffdioxid verantwortlich. Der Grenzwert des Immissionsschutzgesetz-Luft (IG-L) für Stickstoffdioxid (35 µg/m³ als Jahresmittel) konnte an der Messstelle "Zederhaus Feuerwehr" nicht immer eingehalten werden. "Vor Fertigstellung der Einhausung lag in den Jahren 2006, 2008 und 2015 der Jahresmittelwert von Stickstoffdioxid über dem Grenzwert des IG-L", so Kranabetter. Der NO2-Jahresmittelwert im Jahr 2018 betrug dann 23 µg/m³, der Grenzwert für Kurorte liegt bei 30 µg/m³. Die Grenzwerte für weitere Schadstoffe wie Feinstaub konnten durch die Einhausung ebenfalls eingehalten werden.

Ab 2017 spürbarer Rückgang der Schadstoffe

2017 und 2018 wurde aber ein spürbarer Rückgang der NO2-Belastung an der Messstelle in Zederhaus registriert. "Durch die Fertigstellung der Einhausung der nahegelegenen Tauernautobahn konnten die Bewohner im Ortzentrum von Zederhaus nicht nur vor autobahnbedingten Abgasen, sondern auch vor Lärm geschützt werden", so Schellhorn.

(Quelle: SALZBURG24)

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