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So steht es ums Maibaumaufstellen

Traditionelle Wache mit Mindestabstand

SB, 1. Mai, Maibaum, Brauchtum APA/JAKOB GRUBER/Archiv
Auch dieses Jahr sollen trotz Corona-Pandemie in einigen Gemeinden Maibäume aufgestellt werden. (SYMBOLBILD)

Maibaumaufstellen, wie man es in Salzburg kennt, wird es auch dieses Jahr nicht geben. In einigen Gemeinden sollen dennoch Bäume aufgestellt werden. Da maximal vier Personen aus zwei Haushalten helfen dürfen, wollen manche für das Aufrichten des Baums einen Kran benutzen.

Das Maibaumaufstellen in Salzburg wird auch dieses Jahr wieder ein wenig anders ablaufen als gewohnt. Veranstaltungen sind derzeit verboten, Feste um den neu aufgestellten Baum wird es also nicht geben. Elisabeth Weilbuchner, Geschäftsführerin des Landjugendreferats, hofft trotzdem, dass zumindest einige Gemeinden auch dieses Jahr die Tradition wahren, „damit der Brauch um das Maibaumaufstellen erhalten bleibt“.

 

Eugendorf stellt Baum mit Kran auf

Wo es dieses Jahr ein Maibaumaufstellen geben wird und wo nicht, ist deshalb noch nicht sicher. „Vereinzelte Ortsgruppen warten noch ab“, erzählt Weilbuchner am Donnerstag im Gespräch mit SALZBURG24. Von manchen Ortsgruppen wisse sie aber bereits, dass diese sich gegen das Aufstellen eines Maibaumes entschieden haben. In Kuchl (Tennengau) etwa werde es dieses Jahr keinen Baum geben, so Weilbuchner. In Eugendorf (Flachgau) soll ein kleinerer Maibaum als gewöhnlich mithilfe eines Krans aufgestellt werden.

Maibaumaufstellen in St. Johann fix

Nicht auf die Tradition verzichten will die Landjugend St. Johann (Pongau), berichtet Stefanie Fuchs von der Ortsgruppe St. Johann. Man habe letztes Jahr bereits keinen Maibaum aufstellen können, deshalb wolle man heuer wieder an der Tradition teilhaben. Schwierigkeiten befürchtet Fuchs vor allem beim Transport des Baumes zum Aufstellungsort. Normalerweise sind zirka 15 Menschen daran beteiligt, dieses Jahr muss man es aufgrund der Corona-Beschränkungen zu viert schaffen. „Wir sind aber guter Dinge“, meint Fuchs zu SALZBURG24.

Wache mit Mindestabstand

Auch das Bewachen des Maibaums will die Landjugend St. Johann dieses Jahr nicht auslassen. Zu viert und mit genügend Abstand soll aufgepasst werden, dass der Baum nicht gestohlen wird. Mit einem solchen Versuch rechnet Fuchs auch trotz der Pandemie: „Wir sind ja ein aufgeweckter Ort. Ich kann mir gut vorstellen, dass so etwas passieren wird.“

Pläne für Anif noch unklar

Ob in Anif (Flachgau) ein Baum aufgestellt wird, ist noch unklar. „Ein Maibaumaufstellen der bekannten Art wird es in Anif jedenfalls nicht geben“, so Ortsfeuerwehrkommandant Bernhard Stöllinger. Gemeinsam mit der Gemeinde wolle man diese Woche besprechen, unter welchen Voraussetzungen man den Brauch trotz Corona-Maßnahmen ausleben könnte. „Derweil steht unser Baum aber noch im Wald“, erzählt Stöllinger.

Maibaumaufstellen Anif, Maibaum Gemeinde Anif
Mithilfe eines Krans und unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde in Anif der Maibaum aufgestellt.

Maibäume in Salzburg aufgestellt

Das traditionelle Maibaumaufstellen war aufgrund der Coronavirus-Pandemie heuer unmöglich. Dennoch haben einige Salzburger Gemeinden an der Tradition festgehalten. Wir haben die Bilder für euch.

Sollte man sich für das Maibaumaufstellen entscheiden, will man wie letztes Jahr einen Kran zu Hilfe nehmen. Außerdem soll der Zeitpunkt geheim gehalten werden, um möglichst keine Zuschauer dabei zu haben. „Es muss ja nicht der erste Mai sein“, meint Stöllinger. Bedarf für eine Wache beim Baum sieht Stöllinger nicht. Aufgrund der derzeitigen Ausgangsbeschränkungen sei es unwahrscheinlich, dass der Baum gestohlen werden könnte.

Keine Zuschauer in Rauris

„In Rauris (Pinzgau) wird es aller Voraussicht nach einen Maibaum geben“, teilt Heinz Groder, Obmann des Kameradschaftsbundes Rauris, auf Nachfrage von SALZBURG24 mit. Zuschauer beim Aufstellen sind hier aber ebenso wie in Anif nicht erwünscht.

Kein Baum in Mariapfarr und Tamsweg

Wie Alexander Pagitsch, Leiter der Landjugendgruppe Ramingstein (Lungau), erzählt, ist man dort noch am Überlegen, ob unter den aktuellen Bedingungen ein Baum aufgestellt werden kann. In Mariapfarr (Lungau), wo das Maibaumaufstellen nur alle zwei Jahre gefeiert wird, hat man sich bereits gegen einen Maibaum entschieden. „Wegen der Abstandsregeln wird es dieses Jahr gar keinen Baum geben“, erklärt Christian Lassacher von der Landjugend Mariapfarr. Auch in Tamsweg (Lungau) wird es wohl dieses Jahr keinen Baum geben: „Bisher hat zumindest niemand einen angemeldet“, meint Sabine Pirkner vom Gemeindeamt Tamsweg.

Tradition Maibaum

Das traditionelle Maibaumaufstellen gibt es seit dem 19. Jahrhundert, erklärt die Landjugend Salzburg auf ihrer Homepage. Schon im Mittelalter gab es aber ähnliche Maibaumfeste. Die geschälten und aufgestellten Bäume sollten ein von weitem sichtbares Zeichen sein, dass das Betreten der Felder nun nicht mehr erwünscht ist, damit die Pflanzen auf den Feldern ungestört wachsen können.

(Quelle: SALZBURG24)

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