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Das könnt ihr gegen Marder tun

Nager sorgen in Salzburg für 700 Pannen jährlich

Mit rund zwei Kilo Körpergewicht und einer Größe von 50-60 Zentimetern können Marder mühelos ein tonnenschweres Fahrzeug lahm legen. Beim ÖAMTC Salzburg zählt man jährlich mehr als 700 Panneneinsätze, die durch Marder verursacht werden. Was ihr gegen die Tiere tun könnt, lest ihr hier.

Mit ihren 38 messerscharfen Zähnen nagen sie am liebsten Zündkabel, Kühlwasserschläuche und Dämmmatten an. "Die Folgen können fatal sein", warnt Christian Hartl vom ÖAMTC Salzburg in einer Aussendung. "Vom zerstörten Katalysator bis zum Motorschaden ist alles möglich." Angelockt werden die kleinen Nager von der Motorwärme. Allerdings ist man den Angriffen der kleinen Jäger nicht völlig ausgeliefert.

Schutzmaßnahmen gegen Marder

Effizient sind Schutzmaßnahmen wie Ultraschall- und Elektroschockgeräte. Schallwellen im Ultraschallbereich bleiben für den Menschen unhörbar, sind aber für den Marder unangenehm und halten ihn vom Fahrzeug fern. Manche Tiere gewöhnen sich aber rasch an den Lärmpegel. "Da helfen dann nur noch Elektroschockanlagen, deren metallische Kontaktplättchen an möglichen Eindringstellen auf der Unterseite des Motorraums befestigt werden", erklärt Hartl. Berührt ein Marder eine dieser Platten, bekommt er nach dem Weidezaunprinzip einen leichten elektrischen Schlag. Für Menschen sind diese Anlagen ungefährlich.

Ummantelungen und Duftstoffe zur Marderabwehr

Zum vorbeugenden Marderschutz-Angebot gehören auch Ummantelungen aus Hartkunststoff für Zünd- und andere Elektrokabel, die allerdings Achsmanschetten, Kühlschläuche, Dämmmatten und andere Bauteile ungeschützt lassen. Hier können aber professionelle Duftstoffe aufgebracht werden, die den Marder abwehren. Diese müssen in regelmäßigen Abständen erneut aufgetragen werden. "Investitionen in vorbeugende Schutzmaßnahmen lohnen sich angesichts der möglichen Schadenshöhe nach einer Marderattacke in jedem Fall", so der ÖATMC-Techniker.

ÖAMTC: Gründliche Motorwäsche empfohlen

Abschließender Tipp des ÖAMTC-Technikers: "Hat ein Marder sein Unwesen getrieben, sollte eine gründliche Motorwäsche durchgeführt werden. Die Nager hinterlassen Duftstoffe, die weitere Artgenossen anlocken könnten."

(Quelle: SALZBURG24)

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