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Aufholbedarf

Masern-Schutz in Salzburg regional unterschiedlich

Zehn Masern-Fälle heuer in Salzburg

Masern Salzburg Impfen Land Salzburg
Masern können durch eine höhere Durchimpfungsrate ohne regionale 'Ausreißer' ausgerottet werden.

Beim Schutz gegen Masern gibt es in Salzburg deutliche regionale Unterschiede. "Eine Impfquote von 95 Prozent der Bevölkerung wäre laut Experten notwendig", betonte Gesundheitsreferent Christian Stöckl (ÖVP), der auf mehr Aufklärung und Information setzen will. Mehr als 80 Prozent der Kinder des Geburtenjahrgangs 2015 verfügten im Jahr 2017 über einen Schutz gegen Masern.

Während auf Bundesebene keine exakten statistischen Daten über die Durchimpfungsrate existieren, erfasst der Arbeitskreis für Vorsorgemedizin Salzburg (AVOS) im Auftrag des Landes laufend alle Impfungen bei Vorschulkindern. Die Daten von 2017 zeigen: In Salzburg gibt es regionale Unterschiede. Mehr als 80 Prozent der Kinder des Geburtenjahrgangs 2015 verfügen über einen Schutz gegen Masern. Geimpft wird in Kombination auch gegen Mumps und Röteln (MMR). Beide Teilimpfungen haben rund 75 Prozent aller Kinder des Jahrganges 2014, bei den ein Jahr später Geborenen waren es nur mehr knapp 67 Prozent.

Aufholbedarf im Lungau und Tennengau

"Masern können ausgerottet werden. Voraussetzung dafür ist eine höhere Durchimpfungsrate ohne regionale 'Ausreißer'", macht Landessanitätsdirektorin Petra Juhasz klar.

Der Tennengau und der Lungau liegen bei der ersten MMR-Teilimpfung der 2015 geborenen Kinder unter dem Landesdurchschnitt, bei der zweiten Teilimpfung ist der Tennengau mit 61,2 Prozent Schlusslicht gegenüber dem Landesdurchschnitt von 66,6 Prozent. Spitzenreiter ist der Pongau mit 85,1 beziehungsweise 72,8 Prozent.

Masern Salzburg Land Salzburg/ AVOS
Vorschulkinder im Tennengau und Flachgau sind seltener geimpft als in anderen Landesteilen Salzburgs.

Schüler holen Impfungen später nach

2017 hat das Land zusätzlich die Impfdaten von 685 Schülerinnen und Schülern der achten Schulstufe erhoben. Dabei zeigte sich, dass viele Schülerinnen und Schüler zwar später geimpft worden sind als im österreichischen Impfplan vorgesehen, aber immerhin die eine oder andere Impfung nachgeholt haben. Gegen Masern waren dabei etwas rund 85 Prozent durch beide nötigen Teilimpfungen sicher geschützt. "Wir haben ein umfangreiches Angebot an Informationen und Impfungen in allen Bezirken. Ich hoffe, dass es von möglichst vielen Menschen angenommen wird", so Stöckl.

Impfung ist einfach und unkompliziert

"Obwohl es einfach und unkompliziert und kostenlos ist, sich gegen Masern impfen zu lassen, gibt es immer wieder Erkrankungen. Das Land hat daher 2015 eine große Impfaktion gestartet", so Stöckl. Mit Erfolg, denn die Zahl der Erkrankungen ist daraufhin zurückgegangen. Waren es 2015 noch zehn Erkrankungen, so wurden in den Folgejahren nur jeweils zwei Fälle verzeichnet.

Allerdings gibt es in Salzburg heuer schon insgesamt zehn an Masern erkrankte Personen.

Masern-Impftermine in Salzburg

Folgende Impf- und Informationstermine (Impfpass nicht vergessen!) in den jeweiligen Salzburger Gesundheitsämtern stehen fest:

  • Salzburg-Umgebung: Von 11. bis 14. Februar (10 bis 12 Uhr)
  • St. Johann: 18. Februar (16 bis 19 Uhr)
  • Tamsweg: 22. Februar (16 bis 18 Uhr)
  • Hallein: 18. Februar (16 bis 19 Uhr)
  • Zell am See: 12. Februar (16.30 bis 18.30 Uhr)
  • Landessanitätsdirektion: 21. Februar (17 bis 19 Uhr)
Masern Salzburg Impfen Land Salzburg
(Quelle: SALZBURG24)

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