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Massiver Anstieg bei Lkw-Verkehr

transit110303e.jpg Neumayr/Archiv
In Zederhaus wurde beim Lkw-Verkehr ein Anstieg von 19 Prozent beobachtet. 

Was Autofahrer subjektiv empfinden, wird nun durch die Daten einer aktuellen VCÖ-Analyse bestätigt: Der Lkw-Verkehr hat auf der Tauernautobahn und auch auf der Westautobahn in den vergangenen fünf Jahren stark zugenommen.

Die meisten Lkw sind in Salzburg auf der A1 bei Wals (Flachgau) unterwegs. Um die Klimaziele zu erreichen, ist eine Reduktion des Lkw-Verkehrs nötig, sagt der Verkehrsclub Österreich (VCÖ). Der Club fordert deshalb verstärkte Lkw-Kontrollen, eine EU-weite Mindestmaut und den verstärkten Ausbau der Schiene.

VCÖ: Lkw-Transport zu billig

"Der Lkw-Verkehr auf Österreichs Autobahnen hat in den vergangenen fünf Jahren rund doppelt so stark zugenommen wie das Wirtschaftswachstum. Die rechte Fahrspur ist zur rollenden Lagerhalle geworden, auch ein Zeichen dafür, dass der Lkw-Transport zu billig ist", fasst VCÖ-Experte Markus Gansterer eine aktuelle Analyse auf Basis von Asfinag-Daten zusammen.

Starke Zunahme des Schwerverkehrs in Salzburg:

  • A1 Wals: 9.150 pro Werktag (plus 6,0 Prozent)
  • A1 Hallwang: 7.950 pro Werktag (plus 10,8 Prozent)
  • A10 Anif: 8.640 pro Werktag (plus 11,9 Prozent)
  • A10 Hallein: 7.190 pro Werktag (plus 13,2 Prozent)
  • A10 Ofenauer Tunnel: 6.740 pro Werktag (plus 14,9 Prozent)
  • A10 Niedernfritz: 5.960 pro Werktag (plus 17,1 Prozent)
  • A10 Zederhaus: 4.630 pro Werktag (plus 19,3 Prozent)

Lkw-Verkehr in ganz Salzburg gestiegen

In Salzburg waren die meisten Schwerfahrzeuge im Vorjahr auf der A1 bei Wals mit durchschnittlich 9.150 pro Werktag unterwegs. Bei Hallwang waren es mit 7.950 pro Werktag um fast elf Prozent mehr als im Jahr 2013. Auf der Tauernautobahn ist der Schwerverkehr noch stärker gestiegen. Bei Anif um fast zwölf Prozent auf 8.640 pro Werktag, beim Ofenauer-Tunnel um fast 15 Prozent auf 6.740 pro Werktag und bei Zederhaus sogar um 19 Prozent auf rund 4.630 pro Werktag.

Negative Auswirkungen durch Schwerverkehr

Die negativen Auswirkungen der massiven Zunahme des Lkw-Verkehrs sind zahlreich: Luftverschmutzung, Lärmbelastung für die Anrainerinnen und Anrainer, Abnützung der Straßen und dadurch verursachte Fahrbahnschäden sowie erhöhte Unfallgefahr. Erst diese Woche hat ein Lkw-Unfall auf der Tauernautobahn zu einem rund 30 Kilometer langen Stau geführt.

(Quelle: SALZBURG24)

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