Jetzt Live
Startseite Salzburg
Mathe-Zentralmatura

Jeder sechste Gymnasiast in Salzburg negativ

Zentralmatura, SB APA/HARALD SCHNEIDER
15,8 Prozent der AHS-Schüler in Salzburg fielen bei der Mathe-Matura durch.

Salzburgs AHS-Schüler haben bei der Zentralmatura im Fach Mathematik im Österreich-Vergleich schlecht abgeschnitten. Während bundesweit etwa elf Prozent der Schüler durchfielen, waren es in Salzburg knapp 16 Prozent. Die Wiener Gymnasiasten sind mit 16,5 Prozent Fünfern an der Negativ-Spitze.

Insgesamt sei die Mathe-Matura aber heuer wesentlich besser ausgefallen als im Vorjahr. Darauf deuten die im Bildungsministerium gemeldeten Notenanträge der Mehrzahl der Schulen hin. Nach derzeitigem Stand bekamen nur mehr elf statt rund 22 Prozent der Kandidaten einen Fünfer. Etwas anders ist es an den BHS: Dort sanken die Fünfer-Zahlen nur geringfügig von knapp 20 auf 17 Prozent. Insgesamt langten im Ministerium bisher Notenanträge von rund 80 Prozent der AHS und BHS ein.

Wiener und Salzburger Gymnasiasten am schlechtesten

Die Zahl der mit Sehr Gut beurteilten Arbeiten sank an den AHS von neun auf acht Prozent, an den BHS stieg sie von fünf auf sieben Prozent. Die Durchschnittsnoten verbesserten sich geringfügig von 3,2 auf 3,1 Prozent (AHS) bzw. von 3,5 auf 3,4 Prozent (BHS).

Nach Bundesländern wurden vorerst an den AHS die wenigsten Fünfer in Oberösterreich (7,5 Prozent) verzeichnet, die meisten in Wien (16,5 Prozent) und Salzburg (15,8 Prozent). An den BHS gab es in der Steiermark (13,3 Prozent) die wenigsten negativen Noten und im Burgenland (22,2 Prozent) und Kärnten (22,1 Prozent) die meisten.

Mathe-Zentralmatura heuer anders aufgebaut

An den AHS musste bisher der Grundlagenteil (24 Punkte) mit einfacheren Aufgaben innerhalb von zwei Stunden gelöst und abgegeben werden, anschließend der zweieinhalbstündige zweite Teil mit anspruchsvolleren Aufgaben (ebenfalls 24 Punkte). Heuer wurden beide Aufgabenteile gleichzeitig zu Beginn ausgeteilt und konnten die vollen viereinhalb Stunden bearbeitet werden. Außerdem hat es bei einzelnen Aufgaben auch die Möglichkeit zur Vergabe von halben Punkten gegeben und man habe gezielt auf die Textverständlichkeit geachtet.

Einen anderen Aspekt orteten von der APA befragte Nachhilfelehrer. Die heurigen Beispiele seien vom Schwierigkeitsgrad und von den erforderlichen Rechenoperationen her nicht leichter oder schwerer als in den Jahren davor gewesen, so der Tenor. Zumindest an den AHS habe es aber heuer mehr "Sicherheitsaufgaben" gegeben - also Beispiele, die ähnlich gebaut waren wie solche bei den Reifeprüfungen davor. "Der Wiedererkennungseffekt war sicher höher. Zumindest für jene, die zur Vorbereitung die alten Maturaaufgaben durchgearbeitet haben."

Kompensationsprüfungen Ende Mai

Am 28. und 29. Mai finden noch die Kompensationsprüfungen statt. Dabei können sich Schüler mit einem Fünfer ihre Note noch (bestenfalls auf ein Befriedigend) ausbessern.

(APA/S24)

(Quelle: APA)

Whatsapp

Aufgerufen am 25.05.2019 um 07:01 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/mathe-zentralmatura-jeder-sechste-gymnasiast-in-salzburg-negativ-70378537

Kommentare

Mehr zum Thema