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Meinungscheck

Reicht die Pflegemilliarde aus?

Großes Maßnahmenpaket soll Pflegemisere lösen

symb_pflege APA/HELMUT FOHRINGER
Die Pflegereform bringt in den kommenden beiden Jahren zahlreiche Maßnahmen für Pflegekräfte, Pflegebedürftige und pflegende Angehörige. (SYMBOLBILD)

Die am Donnerstag präsentierte Pflegereform umfasst 20 Maßnahmen mit einem Volumen von einer Milliarde Euro. Kann die "Pflegemilliarde" den Beruf attraktiver machen und dem Pflegekräftemangel entgegenwirken? Eure Meinung zählt. Stimmt mit ab im S24-Meinungscheck!

Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) sprach bei der Präsentation vom "größten Reformpaket der letzten Jahrzehnte".

Pflegereform, Maurer, Rauch, Wöginger APA/TOBIAS STEINMAURER
Am Internationalen Tag der Pflege präsentierte die Regierung die Pflegereform.

Eine Milliarde Euro für die Pflege

Die Regierung hat pünktlich zum "Tag der Pflege" ein umfangreiches Maßnahmenpaket geschnürt, das insgesamt eine Milliarde Euro schwer ist. Mit 520 Millionen Euro ist ein Gehaltsbonus für die …

Eine Milliarde Euro soll in den kommenden beiden Jahren für Pflegekräfte, Pflegebedürftige und pflegende Angehörige investiert werden.

 

Mehr Geld für Pflegekräfte – reicht das?

In den kommenden beiden Jahren sollen Pflegekräfte im Schnitt ein Monatsgehalt mehr pro Jahr bekommen, auch für Auszubildende gibt es zumindest 600 Euro monatlich als Aufwandsentschädigung. Umsteiger:innen können bis zu 1.400 Euro bekommen. Zusätzlich gibt es ab dem 43. Lebensjahr eine weitere Urlaubswoche.

 

Ist der Pflegekräftemangel in den Griff zu bekommen?

Bis 2030 werden, wie Rauch in der Pressekonferenz ausführte, 76.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt. Dies soll einerseits durch die Attraktivierung des Berufs gelingen, aber auch über neue Ausbildungsmöglichkeiten wie die Pflegelehre. Zudem soll ausgebildeten Fachkräften die Zuwanderung erleichtert werden.

 

Mehr Unterstützung für pflegende Angehörige

Die Reform umfasst nicht nur die professionelle Pflege in Krankenhäusern und Wohnheimen, sondern soll auch Angehörige entlasten. So sollen Angehörige, die zu Hause den größten Teil der Pflege leisten und selbst- oder weiterversichert ist, einen Bonus in Höhe von 1.500 Euro erhalten. Auch die Pflegekarenz wird auf drei Monate verlängert. Verbesserungen seien auch in der 24-Stunden-Pflege geplant. Hier müssten die konkreten Details aber noch ausgearbeitet werden, hieß es am Donnerstag.

 

Zur weiteren Finanzierung der Maßnahmen nach 2022/23 konnten Rauch sowie die Klubobleute Sigrid Maurer (Grüne) und August Wöginger (ÖVP) bei der Pressekonferenz noch nichts sagen. Erste Reaktionen von Politik, Gewerkschaft und Sozialwirtschaft findet ihr HIER.

Pflegereform, Maurer, Rauch, Wöginger APA/TOBIAS STEINMAURER
Am Internationalen Tag der Pflege präsentierte die Regierung die Pflegereform.

Viel Lob für Pflegereform, aber Nachschlag erwartet

Weitgehend positiv fiel am Donnerstag das Echo auf das angekündigte Maßnahmenpaket zur Pflege aus. Gewerkschaften, Sozialwirtschaft, Volkshilfe, Senioren- und Gemeindebund äußerten sich lobend, die …

(Quelle: SALZBURG24)

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