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Meinungscheck

Wie denkt ihr über Impfpflicht und Lockdown?

Einschneidende Entscheidungen der Bundesregierung

Bundesweiter Lockdown und Impfpflicht. In den letzten Stunden überschlugen sich die Ereignisse in Österreich. Wie steht ihr zu diesen einschneidenden Entscheidungen der Bundesregierung? Stimmt ab im Meinungscheck.

Ab Montag gilt in ganz Österreich ein harter Lockdown. Es ist mittlerweile der Vierte seit dem Beginn der Corona-Pandemie. Obwohl die Neuinfektionen in den vergangenen Wochen täglich neue Rekordwerte erreichten, kam die Entscheidung überraschend, da die Bundes- als auch Salzburger Landesregierung sich mehrfach dagegen ausgesprochen hatte.

 

Bundesweite Impfpflicht ab Februar

Eine einschneidende Entscheidung für einen großen Bevölkerungsteil ist die Einführung der Impfpflicht ab Februar 2022. Auch dazu gab es seitens der Regierung stets Absagen. Nun wird sie doch eingeführt, um die Corona-Pandemie zu bekämpfen. Österreich ist damit das erste europäische Land, abgesehen vom Vatikan, das diese generelle Impfpflicht einführt. Kaum verlautbart, kamen auch schon kritische Stimmen dagegen und erste Proteste wurde angekündigt bzw. abgehalten.

 

Nach dem Lockdown ist vor dem Lockdown

Bis dahin soll mittels Lockdown das Gesundheitspersonal entlastet, die prekäre Situation in den Spitälern wieder unter Kontrolle gebracht werden. Er tritt am Montag in Kraft und dauert für Geimpfte bis zum 13. Dezember. Wer bis dahin noch keinen „Stich“ erhalten hat, dem bleiben weiterhin Besuche von Kultur- und Sportveranstaltungen, sowie Lokalbesuche und der Eintritt in die meisten Geschäfte verwehrt.

 

Präsenzunterricht an Schulen

Die Schulen und Kindergärten bleiben auch während des Lockdowns geöffnet - gleichzeitig appellieren aber Regierung wie Länder, die Kinder wenn möglich daheim zu betreuen. In den Schulen gilt durchgehend Maskenpflicht: Kinder in Volksschulen, AHS-Unterstufen, Mittelschulen und Sonderschulen müssen zumindest einen Mund-Nasen-Schutz tragen, alle anderen Schüler sowie Lehrer eine FFP2-Maske.

 

Laut Bildungsministerium gilt jene Regel, die gestern für Oberösterreich und Salzburg getroffen wurde, ab Montag für ganz Österreich. Der Stundenplan bleibt also aufrecht. Kinder, die nicht in die Schule gehen wollen, dürfen aber daheimbleiben. Dafür reicht eine Entschuldigung der Eltern, ärztliches Attest ist keines nötig.

Flächendeckendes Distance Learning gibt es nicht, da der Unterricht grundsätzlich in Präsenz stattfindet – Kinder, die nicht in die Schule kommen, sollen sich aber über die durchgenommenen Stoffgebiete bei den zuständigen Lehrerinnen und Lehrern informieren können. Sie können auch Lernpakete für daheim erhalten. Falls sie die technischen Möglichkeiten haben und die Lehrer dies anbieten, können sie sich auch von daheim in den Unterricht "dazuschalten". Eine Verpflichtung dazu besteht nicht. Somit teilen sich ab Montag nun wieder viele Eltern das Homeoffice mit ihren Kindern.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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