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Meinungscheck

Wie soll Salzburg heimische Amphibien schützen?

Viehsperren als tödliche Falle für bedrohte Arten

Erkröte_c_Robert_Hofrichter_web.jpg Robert Hofrichter
Alle in Österreich heimischen Amphibienarten stehen mittlerweile auf der Roten Liste der gefährdeten Arten.

Mit Viehsperren verbinden die meisten wohl vor allem Salzburgs Almen und grüne Weiden. Für Frosch, Kröte, Eidechse und Co werden die Gitter allerdings oft zu einer tödlichen Falle, wenn die Tiere zwischen den Gitterstäben abstürzen. Um das zu verhindern, wurden in Bramberg (Pinzgau) nun Ausstiegshilfen an den Weiderosten installiert. Was haltet ihr von solchen Maßnahmen? Stimmt ab im Meinungscheck.

Bramberg am Wildkogel

Wer schon einmal auf Salzburgs Bergen unterwegs war, dem sind Viehsperren mit Sicherheit ein Begriff. Die Gitter an den Wanderwegen halten Weidetiere zurück, ohne dass dafür ein Tor notwendig ist. Gleichzeitig werden sie jährlich für viele Kleintiere zur tödlichen Falle. Vor allem Frosch, Kröte, Eidechse und Co leiden darunter sehr. Heimische Amphibienarten stehen mittlerweile laut Naturschutzbund alle auf der Roten Liste gefährdeter Arten.

 
 

Viehsperren tödliche Falle für Amphibien

Die Tiere wechseln je nach Jahreszeit zwischen verschiedenen Laichplätzen und Lebensräumen. Teilweise müssen sie auf ihrer Wanderschaft betonierte Wege oder andere vom Menschen geschaffene Hindernisse überwinden. An stark befahrenen Straßen sieht man deshalb oft Amphibienzäune. Ausstiegshilfen an den Viehsperren sollen in Bramberg nun eine weitere Amphibienfalle „entschärfen“, erklärt der Naturschutzbund in einer Aussendung.

 
 

Land Salzburg setzt auf Ausstiegshilfen

Angebracht wurden die ersten zehn Ausstiegshilfen von Umweltschützer Willi Schwarzenbacher und dem Naturschutzbund Salzburg. Dazu wurde vorab ermittelt, bei welchen Weiderosten besonders oft Amphibien abstürzen und verenden.

 

Beim Anbringen der Lochblenden wurden auch Freiwillige für das Einbauen weiterer geplanter Ausstiegshilfen geschult. Das Land Salzburg beabsichtigt nun eine Ausweitung des Projekts auf das ganze Bundesland.

(Quelle: SALZBURG24)

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