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Mit dem Auto in den Urlaub: Diese Regeln gelten in Europa

Auch in Deutschland gibt es Umweltplaketten. (Symbolbild) APA/dpa/Rolf Vennenbernd
Auch in Deutschland gibt es Umweltplaketten. (Symbolbild)

Einfahrverbote, Umweltplaketten oder Dieselfahrverbote nehmen in Europa immer mehr zu. Als Urlauber ist man dabei schnell einmal überfordert. Wir lotsen euch durch den Verordnungsdschungel Europas.

Frankreich, Belgien, Deutschland und einige weitere europäische Länder haben in den letzten Jahren, aufgrund höherer Feinstaub- und Stickoxidbelastungen, Umweltzonen mit verschiedensten Bestimmungen eingeführt. Dabei den Durchblick zu bewahren ist nicht einfach. Gemeinsam mit dem ARBÖ klären wir auf:

Deutschland

Umwelt- bzw. Feinstaubplakette

Die Umweltplakette ist mit Jänner 2008 in Deutschland in Kraft getreten. Im Laufe der Zeit wurde diese auf insgesamt 60 Städte ausgedehnt. Die Umwelt- oder auch Feinstaubplakette ist für alle zwei- und mehrachsigen Fahrzeuge verpflichtend.  Fahrzeugklassen der Kategorie EURO 3 und EURO 4, die mit Partikelfilter ausgestattet sind, erhalten die grüne Umweltplakette, mit der die Einfahrt in die jeweilige Umweltzone gestattet ist. Ältere Fahrzeuge bekommen eine rote oder gelbe Plakette, mit denen die Einfahrt in den Umweltzonen nicht erlaubt ist. Seit 1. Februar 2009 wird auch der ruhende (parkende) Verkehr in den Zonen kontrolliert und bei Nichteinhaltung der Plakette mit 80 Euro gestraft.

Deutsche E-Plakette für Elektrofahrzeuge

Diese dient ausländischen, also nicht in Deutschland zugelassenen Fahrzeugen, dieselben Vorteile und Bevorrichtungen nutzen zu können wie inländische, also in Deutschland zugelassene E-Fahrzeuge. Die Vorteile und Vergünstigungen werden jeweils von den Städten oder Kommunen selbst festgelegt und können daher nicht konkret zusammengefasst werden. Die jeweiligen Bevorrichtungen erstrecken sich von kostenlosem Parken über Benutzung von Busspuren bis hin zur Nutzung von ansonsten gesperrten Straßen.

Weitere Informationen dazu findet ihr HIER.

Die französische Vignette wird in sechs Kategorien unterteilt./PHILIPPE HUGUEN/AFP Salzburg24
Die französische Vignette wird in sechs Kategorien unterteilt./PHILIPPE HUGUEN/AFP

Frankreich

Umweltplakette Crit'Air

In Frankreich gibt es feste Umweltzonen und wetterbedingte Umweltzonen. Für das Befahren beider Zonen, auch mit ausländischen Fahrzeugen, ist seit 2016 die Umweltplakette Crit`Air erforderlich. Diese Vignette wird in sechs Kategorien und Farben eingeteilt, die je nach Kategorie auf das Fahrzeug geklebt werden müssen. Fahrzeuge werden in fünf Kategorien eingeteilt, wobei sich die Kategorie nach Erstzulassung, Abgaswert, Euronorm und weitere Faktoren bezieht. In Frankreich gibt es zurzeit 27 eingerichtete Umweltzonen.

Seit April 2017 werden Geldstrafen in der Höhe zwischen 68 und 375 Euro verhängt, sollte ein Fahrzeug ohne die sogenannte Eco-Vignette einfahren. Die Vignette kann für Fahrzeuge, die nicht in Frankreich zugelassen sind, HIER bestellt werden.

Belgien

Umweltzonen

Seit 2017 werden in Belgien immer mehr Umweltzonen eingerichtet. Derzeit findet man diese in Antwerpen und Brüssel, wobei hier zukünftig noch mehr Zonen folgen sollen.

Für Antwerpen gilt ein generelles Einfahrtsverbot für Dieselfahrzeuge der Euronorm 1,2 und 3 ohne Rußpartikelfilter sowie Benzinfahrzeuge ohne Abgasnorm. Alle anderen Fahrzeuge müssen sich registrieren.  Das könnt ihr HIER tun oder direkt vor Ort bei einem Automaten. Jeweilige Automaten sind bei Tankstellen oder Parkgaragen auffindbar. Weitere Infos dazu findet ihr HIER.

Die Umweltzone in Brüssel umfasst die gesamte Stadt. Zurzeit gibt es für Fahrzeuge der Abgasklassennorm 0 und 1 ein komplettes Einfahrverbot. Für 2019 sind Erweiterungen geplant. Weitere Infos dazu findet ihr HIER.

Spanien

Temporäre Umweltzone

Im Dezember 2017 wurde eine temporäre Umweltzone in Barcelona eingerichtet. Diese wird je nach den Stickoxidwerten in der Luft verhängt. Derzeit sind vier verschiedene Kategorien und Farben für Plaketten erhältlich. Grundsätzlich ist die Plakette nicht verpflichtend jedoch erleichtert sie die Kontrolle durch die Polizei. Für ausländische Fahrzeuge ist der Erhalt der Plakette sehr umständlich. Bei Aktivierung der Umweltzone empfiehlt der ARBÖ grundsätzlich, so weit als möglich, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Weitere Infos findet ihr HIER oder HIER.

Großbritannien

City Maut

Im Vereinten Königreich wird derzeit für die Städte London und Durham eine Einfahrtsgebühr, die sogenannte City-Maut, in die Stadt verlangt. Mautpflichtig sind alle Fahrzeuge außer einspurige Motorräder und Mopeds. Fahrzeuge die die Abgasklassennorm von 4 nicht erreichen, müssen seit Oktober 2017 eine zusätzliche Tagesgebühr bezahlen.

Italien

zona traffico limitato

Hier herrscht in vielen Städten die sogenannte "zona traffico limitato" (ZTL). In dieser Zone besteht ein Einfahrtverbot für alle Fahrzeuge. Meist ist sie jedoch auf den Innen- oder historischen Altstadtkern beschränkt. Die Einfahrtsverbote können sich zudem auf den ganzen Tag oder auf bestimmte Tageszeiten beschränken.

Im Zentrum von Mailand wird eine sogenannte City-Maut verlangt, diese wird als Area-C bezeichnet. Hier bestehen Ausnahmen für E-Fahrzeuge und Motorräder. Weitere Infos findet ihr HIER.

In Bologna muss vorab ein Umweltticket gekauft werden und in Bozen und Brixen herrschen diverse Fahrverbote, die Fahrzeuge der Fahrzeugklassen Euronorm 0,1 und 2 treffen. Weitere Infos findet ihr HIER oder HIER.

Aufgerufen am 16.11.2018 um 08:30 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/mit-dem-auto-in-den-urlaub-diese-regeln-gelten-in-europa-58612825

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