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Mit richtigem Tempo durch Europa - Limits und Strafen im Überblick

Auch im Ausland gilt es auf das Tempo zu achten. Bilderbox
Auch im Ausland gilt es auf das Tempo zu achten.

Wer mit dem Auto im europäischen Ausland unterwegs ist, sollte sich unbedingt vorab über die jeweiligen Tempolimits informieren und auch vor Ort mit großer Aufmerksamkeit unterwegs sein. Denn etwaige Geschwindigkeitsübertretungen können teuer werden. ÖAMTC-Touristikerin Maria Renner liefert einen Überblick über die verschiedenen Regelungen:

* Italien: Führerscheinneulinge müssen sich in Italien an gesonderte Geschwindigkeitsbeschränkungen halten. In den ersten drei Jahren nach Ausstellung des Führerscheins dürfen sie auf Autobahnen nur 100 statt 130 km/h und auf Schnellstraßen nur 90 statt 110 km/h fahren. Diese Regelung gilt auch für Ausländer. "Übertritt man in Italien die Geschwindigkeitsgrenze um 20 km/h, werden mindestens 170 Euro fällig", weiß Renner. Ist man 50 km/h zu schnell, muss man sogar mindestens 530 Euro zahlen. "Fährt man nachts zwischen 22 und 7 Uhr zu schnell und gerät in eine Kontrolle, erhöht sich die Strafe sogar noch um ein Drittel", erklärt die ÖAMTC-Reiseexpertin.

* Kroatien: Auch in Kroatien gelten besondere Regelungen für junge Lenker. Fahrer unter 25 Jahren müssen immer 10 km/h langsamer fahren als das erlaubte Höchstlimit. Außerorts gilt für sie daher ein Tempolimit von 80 statt 90 km/h, auf Schnellstraßen 100 statt 110 km/h und auf der Autobahn 120 statt 130 km/h. Diese Regelung gilt zwar nur für kroatische Staatsbürger, dennoch sollten sich alle Junglenker daran halten, um etwaige Unannehmlichkeiten zu vermeiden. Ist man in Kroatien 20 km/h zu schnell, muss man dafür mindestens 65 Euro zahlen.

* Deutschland: Als Richtwert gilt in Deutschlands hochrangigem Straßennetz 130 km/h. Ein generelles Tempolimit gibt es nicht. "Im Sinne der allgemeinen Verkehrssicherheit muss man seine Geschwindigkeit natürlich trotzdem der Situation anpassen", warnt Renner. Auf vielen Streckenabschnitten gibt es aber sehr wohl Geschwindigkeitsbeschränkungen - beispielsweise beim Großen Deutschen Eck auf Teilen der A8 zwischen Salzburg und München. Wie schnell man fahren darf, erkennt man an der entsprechenden Beschilderung.

* Slowenien und Ungarn: Hier gilt auf Landstraßen ein Tempolimit von 90 km/h. "Die Exekutive in beiden Ländern kontrolliert scharf. Daher ist man gut beraten, sich genau an die örtlichen Verkehrsregelungen zu halten", so der Tipp der ÖAMTC-Touristikerin. In Ungarn beispielsweise muss man bei einer Geschwindigkeitsübertretung von 20 km/h bis zu 100 Euro Strafe zahlen.

* Bulgarien: Die Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen beträgt 140 km/h. "Diese erscheint aufgrund oftmals schlechter Straßenbeschaffenheit jedoch kaum realistisch", so Renner.

* Polen: Auf den Autobahnen sind 140 km/h erlaubt, auf den Schnellstraßen darf mit Tempo 100 bis 120 km/h gefahren werden. In Ortschaften gibt es eine Sonderregelung: Zwischen 23 und 5 Uhr sind 60 km/h statt der tagsüber geltenden 50 km/h zugelassen.

* Skandinavien: In Norwegen gelten europaweit die niedrigsten Geschwindigkeitsbeschränkungen. Auf Autobahnen darf mit maximal 90 km/h gefahren werden. Nur auf einigen Strecken sind 100 km/h erlaubt. Auch im Nachbarland Schweden gibt es Autobahnabschnitte, auf denen nur 90 km/h erlaubt sind. "In Finnland richtet sich die Strafe für schwere Geschwindigkeitsübertretungen ab 50 km/h nach dem Nettomonatsverdienst des Rasers", erklärt die ÖAMTC-Expertin eine weitere Besonderheit.

(Quelle: S24)

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