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Pilotprojekt

Drogenhilfe rollt auf vier Rädern durch Salzburg

Großer Andrang auf Beratungsbus

Drogenberatung Salzburg Bus Basecamp Land Salzburg/Johanna Paulus-Jenner
Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn (Grüne), Gottfried Jakober, Geschäftsführer der Suchthilfe Salzburg und Projektkoordinatorin Sophie Mackinger vor dem Bus für mobile Drogenberatung.

Ein „Drogenbus“ rollt durch Salzburg und steuert derzeit wöchentlich fünf Standorte im Bundesland an. Durch das einjährige Pilotprojekt des Sozialministeriums werden die Beratungsangebote der Suchthilfe Salzburg ergänzt. Der Andrang in den ersten Wochen war bereits hoch, heißt es vom Land.

Seit August dieses Jahres ist das baseCamp mobil, ein Beratungs- und Hilfebus, im Bundesland unterwegs. Das niedrigschwellige Angebot für drogenkonsumierende und medikamentenabhängige Menschen umfasst unter anderem Unterstützung und Beratung zu Suchtthemen und zum Lebensalltag, Informationen zu Safer Use und Safer Sex, Spritzentausch, Hepatitis C- Screenings, sowie Gesundheitsberatung, heißt es in der Presseaussendung. „Die Suchthilfe ist ein langjähriger und verlässlicher Partner des Landes, der das Knowhow, die Professionalität wie auch die für diese Arbeit notwendige Empathie hat", erklärt Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn (Grüne). Ziel sei es, aus diesem "erfolgreichen und hochfrequentierten" Pilotprojekt ein dauerhaftes Angebot zu machen.

Mobile Drogenberatung in Salzburg gefragt

Der Beratungsbus ist sehr stark nachgefragt. Im ersten Monat wurden bereits über 5.000 Spritzensets getauscht, 214 Erstkontakte und 56 Beratungen gemacht. „Aus der mehr als 40-jährigen Arbeit in der Drogenberatung Salzburg wissen wir, dass eine niederschwellige Drogeneinrichtung ein unverzichtbarer Baustein im Gesamtkonzept einer umfassenden Drogenarbeit ist", so Gottfried Jakober, Geschäftsführer der Suchthilfe Salzburg. Sophie Mackinger, Koordinatorin des Projekts, ergänzt: „Wir erreichen mit unserem Bus eine komplett neue Klientel, die bis jetzt keine anderen Einrichtungen aufgesucht haben. Mit diesem Angebot erfahren wir von unseren Klientinnen und Klienten viel Dankbarkeit.“

Weitere Informationen für Betroffene und Interessierte gibt es HIER.

(Quelle: SALZBURG24)

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