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Bilanz zu Saisonende

Vier Biker sterben auf Salzburgs Straßen

Motorradfahrer, Biker, SB Bilderbox
Wer auch im Herbst Motorradfahren möchte, sollte unten stehende Tipps beachten. (SYMBOLBILD)

Mit dem Oktober neigt sich auch die Motorradsaison dem Ende zu. Nach einem tragischen Rekordjahr ging heuer die Anzahl der tödlichen Motorradunfälle deutlich zurück. In Salzburg waren innerhalb der letzten zehn Monate vier Todesopfer zu beklagen. Dennoch – jeder Unfall ist einer zu viel. Wir haben Tipps für sicheres Biken im Herbst für euch.

Knapp ein Viertel (22 Prozent)  aller Verkehrstoten auf Österreichs Straßen waren heuer Motorradfahrer. In Zahlen sind das 76 Menschenleben.

 

Positiv ist, dass sich die Zahl der Getöteten zum Vorjahr wieder verringert hat: 2018 verunglückten im selben Zeitraum 100 Biker tödlich, damit um 24 mehr als in diesem Jahr. Die meisten tödlichen Motorradunfälle gab es bis zum 27. Oktober 2019 in Niederösterreich und Oberösterreich (je 17), der Steiermark (15) und Tirol (11). Danach folgen das Burgenland, Kärnten und Salzburg (jeweils 4 Todesopfer), Wien (3) und Vorarlberg (1).

Unregelmäßiges Biken besonders riskant

Zudem ist der kontinuierliche Anstieg des Motorradbestandes der letzten zehn Jahre um rund 48 Prozent, in der Auswertung mit zu bedenken, so der ÖAMTC am Donnerstag in einer Aussendung. Durch die langen und trockenen Warmwetterperioden sowie der Vielzahl an schönen Wochenenden waren insgesamt mehr Motorradfahrer auf Österreichs Straßen unterwegs. Viele Biker nutzen ihr Motorrad nur unregelmäßig, was problematisch sein kann, wenn das Fahrzeug nicht ausreichend beherrscht wird.

Besonders gefährlich wird es, wenn die eigenen Fahrkenntnisse überschätzt oder die korrekte Fahr-, Brems-und Blicktechnik nicht angewendet wird. "Wer mit dem Motorrad unterwegs ist, muss Notmanöver beherrschen können, sich möglicher Risikosituationen bewusst sein und sollte nie am Limit fahren, damit im Ernstfall noch reagiert werden kann", erklärt Georg Scheiblauer, Motorrad-Experte beim ÖAMTC und fügt hinzu: "Aber auch andere Verkehrsteilnehmer müssen vermehrt auf Gefahrensituationen mit Motorrädern sensibilisiert werden, denn Biker können leicht übersehen werden."

Herbstliche Gefahren für Motorradfahrer

Wer das Bike auch im Herbst bewegen möchte, sollte folgende Gefahrenquellen beachten:

  • Laub und Fallobst machen die Fahrbahn in Verbindung mit Feuchtigkeit rutschig.
  • Aufgrund der feuchten Witterung in den Nachtstunden halten sich auch an sonnigen Tagen feuchte Stellen, vor allem bei Fahrten durch Wälder.
  • Tiefstehende Sonne kann Lenker unerwartet blenden.
  • In den Herbstmonaten besteht erhöhte Gefahr durch Wildwechsel.
  • Bei niedrigeren Temperaturen kann die Bodenhaftung der Reifen verringert sein.
(Quelle: SALZBURG24)

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