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Wichtiger Tourismus-Faktor

Was Mountainbiken in Salzburg so beliebt macht

Radurlaube stehen hoch im Kurs

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Mountainbiken ist in Salzburg auf einem 5.000 Kilometer umfassenden Wegnetz möglich. (SYMBOLBILD)

Outdoor-Aktivitäten aller Art erfreuen sich gerade in der Pandemie großer Beliebtheit. Der Trend zum Fahrrad ging auch am Mountainbiken nicht vorbei. Wir haben uns angesehen, welche Möglichkeiten es in Salzburg gibt und was für eine Rolle Radurlaube im Sommertourismus spielen.

Das Bergerlebnis steht wieder hoch im Kurs. Ob beim Skifahren und Skitourengehen im Winter oder Wandern und Bergsteigen im Sommer: Es gibt viele Möglichkeiten, die heimischen Alpen zu erleben. Der Wunsch, in der Natur unterwegs zu sein, wurde zuletzt auch durch die Pandemie und die damit verbundenen Lockdown-Maßnahmen verstärkt.

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In Zeiten starker Einschränkungen steigt bei vielen das Verlangen nach Freiheit. (SYMBOLBILD)

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Corona sorgt für Fahrrad-Boom

Der seit Beginn der Krise verzeichnete Fahrrad-Boom hält weiter an und macht auch vor dem Mountainbiking nicht Halt. Das Radfahren entpuppte sich als perfekter sportlicher Ausgleich in der Pandemie. Soweit es die Regelungen zulassen, kann man hier auch mit anderen Menschen Sport treiben, da das Einhalten von Abständen einfacher ist, als etwa beim Spazierengehen. Eine verstärkte Nachfrage nach geführten Touren stellte zuletzt auch Gerhard Ortner, Leiter der Salzburger Mountainbike-Gruppe beim Alpenverein, fest, wie er im Gespräch mit SALZBURG24 mitteilt.

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(SYMBOLBILD)

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Wichtiger Faktor im Salzburger Tourismus

Der Trend zum Mountainbiken hat auch längst die Salzburger Tourismusregionen erreicht. Wie Georg Schrofner vom Salzburger Land Tourismus am Mittwoch im Gespräch mit SALZBURG24 schildert, stieg im letzten Jahr der Anteil bei Fahrrad-Urlauben von elf auf 19 Prozent an. "Wir haben im Land Salzburg 15 Bike-Regionen, insgesamt stehen hier 5.000 Kilometer Mountainbike-Wegenetz zur Verfügung", so Schrofner.

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Mountainbiken: Genießen und Action

Mountainbiken ist in Salzburg nur auf ausgewiesenen Strecken möglich. Grundsätzlich unterscheidet man in zwei Arten: Auf der einen Seite gibt es das klassische Befahren eines Berges mit dem Rad. Hier steht das Bergerlebnis im Vordergrund, ähnlich dem Skitourengehen im Winter. Auf der anderen Seite gibt es das Downhill-Biking, hier geht es um rasante Abfahrten über Single-Trails und oftmals auch bauliche Hindernisse. Anhänger dieser Sportart kommen beispielsweise im Bikepark Leogang auf ihre Kosten.

20201010_PD4672.HR.jpg AFP/STEFAN VOITL/Archiv
Im Bikepark Leogang gehen jedes Jahr Mountainbike-Bewerbe über die Bühne.

Zusammenschluss zur größten Bike-Region

Für die Tourismusregionen gewinnt das Mountainbiken jedenfalls zunehmend an Bedeutung. So haben sich die Pinzgauer Gemeinden Leogang und Saalbach-Hinterglemm mit Fieberbrunn in Tirol zu Österreichs größter Bike-Region zusammengeschlossen. "Hier gibt es 80 Kilometer Trails. Neun Bergbahnen stehen zur Verfügung, welche die Fahrer und ihre Bikes transportieren. Diese Dichte ist einzigartig", weiß Schrofner.

 

Flaute im Großraum Salzburg

Abseits der Tourismusregionen, gerade im Großraum Salzburg, ist das Angebot für Mountainbike-Touren noch sehr dürftig. Seit Jahren wird über Trails am Gaisberg diskutiert, wirkliche Fortschritte gab es nicht. Der Umsetzung dieser Strecken hat sich zuletzt ein neu gegründeter Verein angenommen. Bis es soweit ist, weicht Gerhard Ortner vom Alpenverein gerne ins benachbarte Bayern aus: "Eine Tour führt von Anger aus auf die Stoißeralm. Hier gibt es eine gut befahrbare Forststraße und oben ist eine nette Almhütte, bei der man auf andere Mountainbiker trifft." Diese Tour steht Salzburgern derzeit aufgrund der Corona-Regeln jedoch nicht offen.

Geführte Touren mit dem Alpenverein

Der Salzburger Alpenverein bietet jeden Monat geführte Ausfahrten an. Zu Beginn der Saison fallen diese noch etwas gemütlicher aus, um Kondition aufbauen zu können, teilt Ortner mit. Bei den gemeinsamen Ausfahrten werde stets auch auf gegenseitige Rücksichtnahme auf den Wegen geachtet: "Wir sind immer sehr dahinter, bei Begegnungen mit Wanderern oder Weidevieh, langsam und rücksichtsvoll vorbeizufahren."

Das ist beim Mountainbiken zu beachten

  1. Gesund aufs Rad: Mountainbiken ist Ausdauersport. Auf Gesundheit achten und nicht überschätzen.
  2. Sorgfältig planen: Gründliche Vorbereitung und Tour an aktuelle Gegebenheiten anpassen.
  3. Nur freigegebene Wege befahren.
  4. Bike checken: Bremsen, Luftdruck, Räder, Federung und Schaltung vor Ausfahrt überprüfen.
  5. Vollständige Ausrüstung.
  6. Immer mit Helm: Bergauf und bergab, immer mit Helm. Zusätzliche Protektoren können vor Verletzungen schützen.
  7. Fußgänger haben Vorrang: Rücksicht nehmen, indem man sich frühzeitig ankündigt und das Tempo reduziert. Stark frequentierte Wanderwege meiden.
  8. Tempo kontrollieren: Geschwindigkeit an die Situation anpassen und bremsbereit fahren.
  9. Hinterlasse keine Spuren: Durch kontrolliertes Bremsen werden Bodenerosion und Wegeschäden verhindert. Abfall mitnehmen und Lärm vermeiden.
  10. Rücksicht auf Tiere: Bei Tageslicht fahren und Störungen der Tiere vermeiden. Im Schritttempo annähern und Weidezäune nach der Durchfahrt wieder schließen.

Wegenetz wird weiter ausgebaut

Wie geht es weiter mit dem Mountainbike-Tourismus in Salzburg? Neue Entwicklungen wie E-Bikes und Gravel-Bikes (eine Mischung aus Mountainbike und Rennrad) sorgen hier für Veränderung und machen den Sport einer breiteren Masse zugänglich. Laut Schrofner soll in Zukunft das Wegenetz weiter ausgebaut werden und dabei auch neue Trails geschaffen werden. Radfahren und vor allem auch Mountainbiken dürften somit weiterhin einen wichtigen Faktor im Sommertourismus darstellen.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 26.09.2021 um 03:50 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/mountainbiken-in-salzburg-immer-beliebter-101866813

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