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Global Recycling Day

Salzburger haben bei Mülltrennung Luft nach oben

Falsche Entsorgung kommt teuer

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Rund 50 Millionen PET-Getränkeflaschen landen im Restabfall der Salzburger statt im gelben Recycling-Sack. (SYMBOLBILD)

Obwohl Mülltrennung und Recycling in Salzburgs Gemeinden schon recht gut funktionieren würden, sieht Umweltreferent Heinrich Schellhorn (Grüne) Verbesserungsbedarf. Was ihr dazu beitragen könnt, lest ihr hier.

Mehr als 500 Kilogramm Müll erzeugt eine Person in Salzburg pro Jahr. 300 Kilogramm davon werden bereits gesondert gesammelt und großteils verwertet. „Unter der Bevölkerung ist schon ein hohes Bewusstsein und Verantwortungsgefühl vorhanden“, erklärt Schellhorn am Dienstag anlässlich des am 18. März anstehenden Global Recycling Days in einer Aussendung. Er weist aber auch darauf hin, dass mehr als die Hälfte des Restabfalls wiederverwertet werden könnte.

Richtige Mülltrennung spart Kosten

„Wenn wir den Müll besser trennen, fallen für Gemeinden und somit für jeden einzelnen von uns weniger Kosten an. Würden wir nicht getrennt sammeln, wären die Gebühren doppelt so hoch“, argumentiert der Umweltreferent. Ein Sechstel des Restmülls seien Lebensmittel. Da setze das Land mit schon bisher erfolgreichen Aktionen wie Küchenprofi(t) an und finanziere die Hälfte durch Förderungen. Auch bei den Plastikflaschen sieht Schellhorn noch großen Handlungsbedarf.

 

Salzburgs Plastikabfall reicht bis New York und zurück

Rund 50 Millionen PET-Getränkeflaschen landen im Restabfall der Salzburger statt im gelben Recycling-Sack. Sie werden nicht wiederverwertet. „Aneinandergereiht reicht dieser Plastikmist von Salzburg nach New York und retour“, verdeutlicht der Landeshauptmann-Stellvertreter. Das entspreche 90 PET-Flaschen, die jeder Salzburger pro Jahr falsch entsorgt.

Brandgefahr durch Batterien

Salzburg habe mit 1,3 Prozent vom Gesamtrestmüll nur wenige Problemstoffe in der Tonne. Doch auch schon kleinste Mengen an Problemstoffen können gefährlich sein. „Jede falsch entsorgte Batterie kann Brände auslösen“, warnt Umweltreferent Schellhorn. Rund 3,3 Millionen Stück Batterien würden pro Jahr im Abfall landen. Hier brauche es noch wirksamere Maßnahmen.

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Die Reparaturservices bei Handy, Laptop und Co boomen.

Salzburgs Reparaturbonus boomt

Reparieren statt wegwerfen – das scheint in Salzburg immer mehr Trend, zeigt die Bilanz nach einem Jahr Reparaturbonus. Verstärkt durch die Corona-Pandemie werden jetzt zusätzlich auch immer mehr …

Reparaturbonus rettet Elektrogeräte

Bis 2019 verzeichnete Salzburg auch eine erhöhte Elektro-Schrott Rate. Bei den über den Restabfall entsorgten Elektro-Altgeräten handelte es sich zum größten Teil um Kleingeräte, die wiederverwertet hätten werden können. „Wir haben daraufhin den Reparaturbonus eingeführt“, so Schellhorn. Mit der Aktion des Landes, die defekten Elektrogeräten eine zweite Chance gibt, konnten seit Beginn der Förderung Ende 2019 bis dato mehr als 9.500 Elektrogräte vor der Schrottpresse gerettet werden.

So könnt ihr Müll vermeiden

  • Bewusst shoppen: Gut geplantes Einkaufen schont Umwelt und Geldbörse
  • Keinen Mist kaufen: Ob bei Geschenken oder Kleinigkeiten für den Alltag – die Frage, ob man etwas wirklich braucht oder das Gekaufte nach kurzer Zeit ohnehin im Mist landet, sollte uns immer begleiten.
  • Verpackungsfrei: Unverpackten Produkten den Vorzug geben
  • Reparieren lassen: Betriebe auf www.reparaturfuehrer.at finden und Geld sparen
  • Ablaufdatum und Mindesthaltbarkeit nicht verwechseln: Viele Lebensmittel sind nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums uneingeschränkt genießbar – auf die eigenen Sinne vertrauen.
  • Mehrweg statt Einweg: Schont die Umwelt. Getränke und Milchprodukte in Mehrwegverpackungen kaufen
  • Einwegtragetaschen vermeiden: Ob Papiersackerl oder Plastiksack – sie belasten die Umwelt und werden nur sehr kurz genutzt. Stattdessen eigenes Einkaufsackerl oder einen Korb zum Einkauf mitbringen
  • Grüne Tonne nutzen: Bioabfall wird zu wertvollem Kompost weiterverarbeitet und vermeidet unnötigen Restmüll.
  • Problemstoffe extra: Schadstoffe sollen nicht in der Umwelt landen – daher Batterien und Problemstoffe getrennt sammeln und entsorgen.
(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 24.09.2021 um 08:06 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/muelltrennung-salzburger-haben-aufholbedarf-101141248

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