Jetzt Live
Startseite Salzburg
Nach 5 Wochen

Neuer Corona-Fall in der Stadt Salzburg

Erster Infizierter seit 9. Mai in Landeshauptstadt

SB, Corona, Coronavirus, Virus, Covid-19, Masken Freepik.com
Nach fünf Wochen wurde in der Stadt Salzburg wieder ein am Coronavirus Erkrankter gemeldet. (SYMBOLBILD)

Seit 9. Mai war die Stadt Salzburg coronafrei. Nach fünfeinhalb Wochen gibt es nun einen neuen COVID-19-Erkrankungsfall, das meldet die Stadt Salzburg Mittwochnachmittag. Und auch im Tennengau und im Flachgau gibt es je einen neuen Fall.

Salzburg

Die Zahl der bisher im Land Salzburg positiv auf Covid-19 getesteten Personen betrug Dienstagabend 1.243. Das waren zwei Personen mehr als noch 24 Stunden zuvor. Bis dato gab es seit Tagen keine Neu-Infektionen in Salzburg, weshalb auch der Einsatzstab des Landes Salzburg seine Arbeit mit 12. Juni eingestellt hatte (wir haben berichtet). 

Corona-Management in Salzburg läuft

Nach den zwei neuen Fällen im Tennengau und Flachgau –  die Abklärung durch die Gesundheitsbehörde läuft – meldet die Stadt Salzburg am Mittwoch den ersten Infizierten seit dem 9. Mai. Es handle sich um einen Mann, der sich richtig verhalten habe, betont die Epidemie-Behörde. Er habe sich per Telefon bei seiner Hausärztin gemeldet und sei dann über Vermittlung der Hotline 1450 positiv getestet worden. Das Kontaktpersonen-Management und detaillierte Abklärungen laufen.

Somit halten sich (Stand: 17. Juni, 16.30 Uhr) fünf an Covid-19-Erkrankte im Bundesland Salzburg auf.

(Quelle: SALZBURG24)

Whatsapp

Covid-19: Chronologie der Ereignisse in Salzburg

20200320_PD4859.HR.jpg APA/Barbara Gindl
Im Salzburger Uniklinikum wurde ein eigenes Covid-19-Haus eingerichtet.

Am 29. Februar tritt der erste Coronavirus-Fall im Land Salzburg auf. Danach treten Ereignisse ein und werden Entscheidungen getroffen, die auf das bisher für unmöglich Gehaltene vorbereiten. Das Landes-Medienzentrum hat eine Zusammenfassung erstellt, die fünf Wochen zeigen, die das Land verändert haben.

"Eine solch flächendeckende Krise sind wir nicht gewöhnt. Jetzt heißt es, damit zu leben und mit großen Anstrengungen die Auswirkungen einzudämmen. Das wird in den nächsten Wochen das Ziel sein. Mit vereinten Kräften schaffen wir das", so LH Wilfried Haslauer (ÖVP).

Vom ersten Verdacht zum ersten Fall

Die ersten beiden – negativ getesteten – Verdachtsfälle im Bundesland Salzburg gab es am 30. Jänner. Einige österreichweite Verdachtsfälle später und noch vor dem ersten bestätigten Fall in Salzburg, am 23. Februar, informiert Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) die Bundesländer über die allgemeine Einschätzung aller Staatschefs, dass kein Land vom Coronavirus verschont bleiben wird. 

Einsatzstäbe nehmen Arbeit auf

Am 26. Februar stellt die Landesverwaltung auf Krisenmodus um. Zunächst wird der verkleinerte Einsatzstab des Landes aktiviert, in den Tagen darauf schrittweise der große Landeseinsatzstab hochgefahren. Ab 28. Februar sind die mobilen Testteams des Roten Kreuzes unterwegs. Dadurch wird verhindert, dass die Menschen zum Testen zu den Ärzten und zu den Krankenhäusern gehen. 

Im Folgenden eine Zusammenfassung über fünf Wochen, die das Land verändert haben:

  • 29. Februar: Erster Coronavirus-Fall in Salzburg. Es handelt sich um eine 36-jährige Frau, die in Fusch an der Großglocknerstraße zu Besuch war. Erst zwischen 4. und 6. März gibt es die nächsten drei positiven Fälle im Bundesland.
  • ​11. März: Die Bundesregierung kündigt die etappenweise Einstellung des Schulunterrichts beginnend mit 16. März an.
  • 12. März: Die Osterfestspiele werden abgesagt.
  • 13. März: Die Bundesregierung setzt das Paznauntal und St. Anton am Arlberg unter Quarantäne, wenige Tage später ganz Tirol.
  • 15. März: Mit zwei positiv getesteten Personen im Uniklinikum Salzburg treten die ersten Fälle in einem Salzburger Krankenhaus auf. Alle Beherbergungsbetriebe und Seilbahnanlagen im Bundesland schließen.
  • 16. März: Der Tag, der das Leben veränderte: Ab heute gilt für ganz Österreich die Ausgangsbeschränkung mit nur wenigen Ausnahmen. Damit ist die Regelung weniger Tage zuvor (Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen in geschlossenen Räumen und von Veranstaltungen mit mehr als 500 Personen im Freien) überholt. Ab sofort gilt: Hinausgehen darf man nur mehr beruflich, für dringend notwendige Besorgungen, zum Helfen und – mit starken Einschränkungen – zur Bewegung im Freien. Das Rote Kreuz Salzburg richtet den ersten Coronatest-Drive-in auf dem Parkplatz der Red Bull Arena in Kleßheim ein. Es folgen Zell am See, Schwarzach im Pongau, der Park-and-Ride-Platz in Salzburg Süd sowie ein privates Labor.
  • 17. März: Mit der Einbeziehung der privaten Spitäler gibt es nun einen Schulterschluss aller Spitäler und einen einheitlichen medizinischen Versorgungsplan für Salzburg.
  • 18. März: Das Gasteinertal (Gemeinden Dorfgastein, Bad Hofgastein und Bad Gastein), das Großarltal (Großarl und Hüttschlag) und Flachau werden unter Quarantäne gestellt. Die Regelung soll zu diesem Zeitpunkt bis 31. März gelten. Der Bund beschließt ein Hilfspaket in Höhe von 38 Milliarden Euro zur Bewältigung der Coronavirus-Folgen. Das Paket kommt nur wenige Tage nach den Sofortmaßnahmen in Höhe von vier Milliarden Euro. Auf Beschluss des Ministerrats kommt es zur ersten Mobilmachung der Miliz in der Geschichte der Republik. Auch der Dienst von 2.000 Grundwehrdienern um zwei Monate und der Zivildiener wird verlängert. Ehemalige Zivildiener werden aufgerufen, sich freiwillig zu melden.
  • 19. März: Seit Mitternacht wird bundesweit bei der Einreise nach Österreich ein Check auf das Coronavirus durchgeführt. Wer nach Österreich einreisen will, muss ein ärztliches Zeugnis über einen negativen Test vorweisen. Österreicher sowie Personen mit Wohnsitz in Österreich können ohne Attest einreisen, wenn sie sich in eine 14-tägige Heim-Quarantäne begeben. Die ersten beiden nachgewiesen an Covid-19 erkrankten Personen im Bundesland sind wieder gesund.
  • 20. März: Bundeskanzler Sebastian Kurz verkündet, dass die Ausgangsbeschränkungen um drei Wochen bis 13. April verlängert werden. Nach mehreren Tagen der Ungewissheit und unterschiedlichen Vorgehensweisen im Grenzverkehr gibt es eine Einigung mit den deutschen Behörden und eine Ausnahmeregelung für notwendige Berufsgruppen wie Einsatzorganisationen. Die Ausnahme gilt für das kleine deutsche Eck. Mit einer Lehrperson in einem Gymnasium in der Landeshauptstadt und einer pädagogischen Betreuungsperson in einem Kindergarten in Salzburg-Lehen werden erstmals Personen in Schulen oder Kindergärten im Bundesland positiv getestet.
  • 21. März: Der landesweite Krisenstab Medizin Covid-19 des Uniklinikum Salzburg erarbeitet ein Gesamtkonzept zur optimalen Betreuung aller Patienten.
  • 22. März: Ab heute sind mobile Visite-Teams für Corona-Patienten unterwegs.
  • 23. März: In der Landesklinik wird das Covid-Haus vorbereitet. Das Land richtet die Hotline 0662 8042 4450 für allgemeine Fragen den Alltag rund um Corona betreffend ein.
  • 24. März: Erster positiver Covid-19-Fall in einem Seniorenwohnheim des Landes: Betroffen ist eine Mitarbeiterin des Hauses in Uttendorf.
  • 26. März: Nur drei Tage nach der Entscheidung ist das Covid-19-Zusatzspital im Messezentrum mit 720 Betten betriebsbereit. Weitere Zusatzspitäler werden in den südlichen Landesteilen vorbereitet.
  • 30. März: Die Gesundheitsämter in den Bezirkshauptmannschaften erhalten massive personelle Verstärkung.Die Osterfeuer und weitere öffentliche Osterveranstaltungen werden abgesagt.
  • 31. März: Die Quarantäne für die Gemeinden im Gasteinertal und im Großarltal werden bis 13. April verlängert, die Maßnahmen in Flachau verschärft. Zusätzlich werden Zell am See, Saalbach-Hinterglemm und Altenmarkt ab Mitternacht unter Quarantäne gestellt.
  • 1. April: In der Landtagssitzung wird das Corona-Maßnahmenpaket mit 13 Gesetzesänderungen beschlossen: Quer durch die Ressorts hat die Landesregierung Unterstützung zugesagt. Die Bundesregierung beschließt die Maskenpflicht in allen Supermärkten und Drogerien mit mehr als 400 Quadratmetern Verkaufsfläche ab dem 6. April. Der medizinische Versorgungsplan für Salzburg steht. Das Arbeitsmarktservice Salzburg gibt die Zahlen bekannt: Trotz des großen Zustroms zur Kurzarbeit hat sich die Zahl der Arbeitslosen um 16.905 auf 29.107 Personen mehr als verdoppelt. Salzburg setzt einen Akt der Solidarität und nimmt drei Intensiv-Patienten aus Frankreich auf.
  • 4. April: Die Zahl der Spitalsmitarbeiter in Quarantäne ist deutlich gesunken. Die Zufahrt auf den Gaisberg für den motorisierten Individualverkehr wird gesperrt.
  • 5. April: Die Palmweihe im Salzburger Dom wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit live im Internet übertragen. Die Palmzweige werden dabei via Bildschirm gesegnet.

Aufgerufen am 11.07.2020 um 10:50 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/nach-5-wochen-neuer-corona-fall-in-landeshauptstadt-89015458

Kommentare

Mehr zum Thema