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Nach sonnigem März trübt Sahara-Staub den Himmel in Österreich

Sahara-Staub am Schnee der Messplattform am Sonnblick-Observatorium der ZAMG. ZAMG/Lug Rasser
Sahara-Staub am Schnee der Messplattform am Sonnblick-Observatorium der ZAMG.

Die starke Südströmung bringt derzeit nicht nur milde Luft nach Österreich sondern auch Sahara-Staub, der den Himmel leicht trüben kann. Am Sonnblick-Observatorium der ZAMG werden bereits erhöhte Staubkonzentrationen gemessen. Gegen Ende der Woche sind vereinzelt auch in den Niederungen erhöhte Staubkonzentrationen möglich.

Kräftiger Südwind bringt diese Woche Sahara-Staub nach Europa. Obwohl die Luft sehr trocken ist, kann der Himmel über Österreich daher zeitweise gelblich oder milchig trüb sein. Sahara-Staub in Österreich ist nicht ungewöhnlich, erklärt Marcus Hirtl von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG): „Wir erleben das mehrmals im Jahr. Wenn die Luftströmung ziemlich genau aus Süden zu uns nach Europa kommt, bringt sie oft den Staub, der bei Stürmen über den Wüsten Nordafrikas aufgewirbelt wird."

Sahara-Staub am Sonnblick

Die sensiblen Messgeräte am Sonnblick-Observatorium der ZAMG zeigen den Sahara-Staub deutlich. Sie messen Feinstaub-Teilchen, die kleiner als ein Tausendstel Millimeter sind. Wird viel Sahara-Staub in der Höhe herangeführt, kann man auf der Schneedecke eine dünne gelb-braune Schicht erkennen.

Erhöhte Feinstaub-Werte in den Niederungen zu erwarten

In den Niederungen bemerkt man Sahara-Staub vor allem dann, wenn er mit Regen ausgewaschen wird. Auf glatten Flächen, wie Autodächern, ist dann eine schmierige, gelbliche Schicht zu sehen. Regenschauer gibt es in den nächsten Tagen in Österreich aber nur vereinzelt. Die Feinstaub-Messgeräte werden den Sahara-Staub aber mit großer Wahrscheinlichkeit registrieren, sagt der Experte für Umwelt-Meteorologie Marcus Hirtl: „Wir rechnen an der ZAMG täglich Luftqualitätsvorhersagen. Sie zeigen, dass gegen Ende der Woche erhöhte Feinstaub-Konzentrationen zu erwarten sind. Man muss aber sagen, dass die Werte deutlich geringer sein werden, als bei klassischen Feinstaub-Wetterlagen im Herbst oder Winter."

Überdurchschnittlich viel Sonne im März

Freunde von Sonne und hohen Temperaturen kamen im zurückliegenden März voll auf ihre Kosten. Verbreitet war es 2 bis 4 Grad wärmer als für die Jahreszeit üblich, besonders im Osten Österreichs sind die Abweichungen mit knapp 5 Grad regional sogar noch höher. Herausragend war aber die Anzahl der Sonnenstunden. „Beinahe aus allen Bundesländern melden Stationen Sonnenstundenrekorde“, berichtet Thomas Rinderer von wetter.tv.

Weiterhin recht freundliches Wetter

Klimatologisch nehmen Temperatur und Sonnenschein von Mitte Februar bis Ende März kontinuierlich zu. Im ersten Monatsdrittel des Aprils erfährt dieser Aufwärtstrend in der Regel jedoch einen vorübergehenden Abbruch. „In den nächsten Tagen sieht es aber nicht nach einem Umschwung zu trübem und kühlem Wetter aus“, so der Wetterexperte. „Es wird zwar leicht unbeständig, die Sonne zeigt sich aber weiterhin zeitweise und es bleibt warm.“

(Quelle: S24)

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