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Jubel und Enttäuschung

So reagieren Salzburgs Politiker

Die Nationalratswahl wurde nach den ersten Hochrechnungen auch umgehend von Salzburger Politikern kommentiert. Jubel gab es bei ÖVP, NEOS und Grüne, SPÖ und FPÖ zeigten sich enttäuscht.

Wir haben einen Überblick über die Reaktionen für euch:

ÖVP: Haslauer sieht "klaren Auftrag"

Grund zum Jubeln hatte die Salzburger Volkspartei am Sonntag. Ein Video, das die Partei auf Facebook postete, zeigt Hochstimmung bei der Verkündung der ersten Hochrechnung. In einem Interview mit dem ORF spricht Landeshauptmann Wilfried Haslauer davon, dass sich die Menschen offenbar Sebastian Kurz als Kanzler wünschten. "Viele waren angewidert von den persönlichen Angriffen, die Menschen wünschen sich eine andere Art eines politischen Stils." Er vermutet die Enthüllungen der letzten Woche als Grund für das Wahlergebnis und sieht einen klaren Auftrag der Bevölkerung.

So klingt das beste Ergebnis in Österreich ???? #dankedankedanke

Gepostet von Salzburger Volkspartei am Sonntag, 29. September 2019

Schellhorn: "Menschen wollen Klimaschutzpolitik"

"Das fulminante Grüne Comeback ist ein klares Signal: Die Menschen wollen beim Klimaschutzpolitik endlich Taten und nicht mehr nur salbungsvolle Worte hören." Mit diesen Worten kommentierte Salzburgs Grüner Landessprecher LHStv. Heinrich Schellhorn das Grüne Ergebnis bei der Nationalratswahl in einer Aussendung am Sonntag.

Nach dem Rausflug mit einem derart sensationellen Ergebnis wieder in den Nationalrat einzuziehen, "damit haben die Grünen Geschichte geschrieben", erklärte Schellhorn, der in diesem Zusammenhang seinen besonderen Dank an Bundessprecher und Spitzenkandidat Werner Kogler richtete: "Werner Kogler hat die Grüne Bewegung mit einer unglaublichen Energie erst bei der EU-Wahl und nun bei der Nationalratswahl zu neuer Stärke geführt."

???????? Comeback geglückt! Danke, Danke,Danke! Besonders freut es uns, dass Astrid Rössler zukünftig dem Klimaschutz ???? eine starke Stimme im Nationalrat geben wird! ????????????

Gepostet von Die GRÜNEN Salzburg am Sonntag, 29. September 2019

NEOS: "Werden mit hervorragender Politik danken"

Freude über das Ergebnis herrschte am Sonntag bei den Salzburger NEOS. Landesrätin Andrea Klambauer jubelt in einer Aussendung über das beste Ergebnis einer liberalen Partei: "Wir konnten mit unserer Politik sowohl auf Bundes-, als auch auf Landesebene deutlich mehr Wählerinnen und Wähler überzeugen. Unsere Sachpolitik brachte uns dieses Wachstum. Wir werden den Wählerinnen und Wähler für das Vertrauen mit hervorragender Politik danken."

*Beste NEOS Ergebnis in der Geschichte* Zufrieden können wir mit den ersten Hochrechnungen sein! Es ist das bisher...

Gepostet von Andrea Klambauer am Sonntag, 29. September 2019

SPÖ: Steidl von Ergebnis enttäuscht

Der Parteivorsitzende der Salzburger SPÖ, Walter Steidl, hat sich am Sonntagabend in einer ersten Reaktion enttäuscht vom Ergebnis der NR-Wahl gezeigt. "Die Erwartung war eine andere. Wir haben mit deutlich mehr Wählerzuspruch gerechnet." De facto habe heute ein Wähleraustausch "1:1" von Blau zu Türkis stattgefunden - und in verringertem Ausmaß auch von Rot zu Grün.

"Wir selbst haben in den eigenen Reihen nicht mobilisieren können", sagte Steidl zur APA. Alle Untersuchungen und Wählerstromanalysen der vergangenen Wahlen - egal auf welcher Ebene - hätten ein Problem in der eigenen Kernwählerschaft attestiert. "Wir müssen das heute leider einmal mehr so zur Kenntnis nehmen", sagte Steidl und gratulierte der ÖVP und den Grünen zu Sieg und Wiedereinzug ins Parlament.

Svazek sieht FPÖ in Opposition

"Schwer enttäuscht" zeigte sich Salzburgs FPÖ-Obfrau und frühere Bundesgeschäftsführerin Marlene Svazek vom Abschneiden ihrer Partei. Im APA-Gespräch meinte sie, dass die Ereignisse der letzten Wochen, insbesondere die Spesenaffäre, "viele freiheitliche Wähler davon abgehalten haben, überhaupt zur Wahl zu gehen". Auch sie sieht die FPÖ in den kommenden Jahren in der Opposition.

Bei diesem Ergebnis könne sie keinen Auftrag erkennen, um mit der ÖVP in Regierungsverhandlungen einzutreten. Die Nachfrage, ob man das als klares Nein zu einer Regierungsbeteiligung werten könne, bejahte Svazek. Das Abschneiden der FPÖ in Salzburg, die mit rund 13,5 Prozent der Stimmen doch drei Prozentpunkte hinter dem Bundesergebnis landete, relativierte die Parteichefin: Man sei in Salzburg traditionell immer etwas unter dem Bundesschnitt. "Betrachtet man die Verluste in Prozentpunkten, liegen wir ungefähr wie die anderen Bundesländer."

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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