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Tiertransporte

Neureglung für VGT "bestehendes Recht"

Grüne fordern generellen Stopp

Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) hat am Mittwoch erfreut auf die vom Land Salzburg geplante Reduktion der Langstrecken-Tiertransporte reagiert. Dass bei Fuhren vom Kälberumschlagplatz Bergheim (Flachgau) nach Bozen in Südtirol neu der tatsächliche Bestimmungsort der Kälber schon bei der Abfahrt bekanntgegeben werden muss, entspreche jedoch nur den gesetzlichen Vorgaben der EU-Tiertransportverordnung.

"Es geht hier um ohnehin schon bestehendes Recht", teilte David Richter vom VGT in einer Stellungnahme mit. Dass etwa bei Fahrten nach Spanien weiter die Sammelstelle und nicht das tatsächliche Ziel als Bestimmungsort akzeptiert werden soll, könne er nicht nachvollziehen. "Unseren Information nach ist dort die Transportpraxis nicht anders als in Bozen."

Grüne fordern Ende von Tiertransporten

Zugleich forderten die Salzburger Grünen heute ein generelles Ende der Lebendtiertransporte über große Entfernungen. Statt Kälber zu exportieren, sollten die Rahmenbedingungen für den Absatz von heimischem Kalbfleisch verbessert werden, teilte die Klubobfrau im Landtag, Kimbie Humer-Vogl, in einer Aussendung mit. "Es ist schlichtweg absurd, dass wir 15 Tage alte Kälber nach Italien, Polen und Spanien verfrachten und gleichzeitig große Mengen Kalbfleisch aus den Niederlanden importieren."

Eine Ursache dafür ortete sie darin, dass etwa "weißes" Kalbfleisch von Handel und Gastronomie favorisiert werden. "Fütterung mit Gras, Heu und ähnlichem enthält Eisen, dadurch bekommt das Fleisch eine rötliche Färbung und das wiederum führt zu preislichen Abschlägen beim Verkauf", erklärte Humer-Vogl. Eine weitere absatzsteigernde Maßnahme bestünde für sie darin, in den Küchen und Kantinen der öffentlichen Hand dezidiert nur heimisches Kalbfleisch zu verwenden.

(APA)

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