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Im Vorjahr

Salzburgs Flugretter rückten zu 1.440 Einsätzen aus

ÖAMTC-Notarzthubschrauber schreiben Rekord-Zahlen

Ob bei Herzversagen, Corona-Notfallpatienten oder einem Verkehrsunfall – der Rettungshubschrauber Christophorus 6 flog im Vorjahr zu zahlreichen Einsätzen. Genau 1.440 waren es an der Zahl und damit im Schnitt knapp vier Einsätze pro Tag, die die ÖAMTC-Flugretter im Bundesland Salzburg 2021 verzeichneten. Die Zahl der Einsätze stieg damit deutlich.

"Diese Einsatzdichte ist nur dank der hohen Professionalität und des großen Engagements der Crews möglich", sagt Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung, in einer Aussendung am Montag. 77 Alarmierungen mehr als 2020 gab es für die Flugretter im Vorjahr.

Bei 1.093 so genannten Primäreinsätzen (76 Prozent) brachte Christophorus 6 Notarzt oder Notärztin und einen Flugretter zur schnellen Hilfe direkt an den Notfallort. Am häufigsten (51 Prozent) wurde C6 zu internistischen und neurologischen Notfällen gerufen. Unfälle in der Arbeit, im Haushalt, in der Schule oder in der Freizeit waren bei 131 Einsätzen der Grund für die Alarmierung des Hubschraubers. Verkehrsunfälle wiederum machten lediglich knapp sechs Prozent der Einsätze aus. 41 Personen mussten zum Teil unter schwierigsten Bedingungen mittels Taubergung aus unwegsamem Gelände geborgen werden. Hinzu kommen auch 124 Sekundäreinsätze – dabei handelt es sich um äußerst dringende Verlegungsflüge von Krankenhaus zu Krankenhaus, um Patient:innen eine spezielle Versorgung zu ermöglichen.

Rekordzahl an Einsätzen in Österreich

Die Notarzthubschrauber der ÖAMTC-Flugrettung haben 2021 österreichweit 19.253 Einsätze absolviert - so viele wie noch nie zuvor. Im Schnitt wurde damit 53-mal pro Tag eine Christophorus-Crew alarmiert. Gegenüber 2020 (17.284 Einsätze) ist das ein Plus von elf Prozent. Fast die Hälfte der Flüge erfolgte nach internistischen und neurologischen Notfällen, berichtete der ÖAMTC in einer Aussendung am Montag. In Österreich gibt es 17 ganzjährig betriebene Stützpunkte.

Laufend wurden die Schutzkonzepte im vergangenen Jahr an die Pandemie angepasst. "Das hat hervorragend funktioniert, weswegen wir unseren Betrieb immer und uneingeschränkt aufrechterhalten konnten", berichtete Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung.

Die meisten Einsätze wurden im Vorjahr in Niederösterreich (4.758) der Steiermark (3.556) und Oberösterreich (2.650) geflogen. Am öftesten rückte die Crew von Christophorus 9 (1.735) in Wien vor Christophorus 2 (1.629) in Gneixendorf und Christophorus Europa 3 (1.540) in Suben aus.

ÖAMTC-Flugrettung vor 38 Jahren gestartet

Seit mittlerweile 38 Jahren gibt es die ÖAMTC-Flugrettung. "Christophorus 7 wurde heuer im Sommer zum insgesamt 400.000. Einsatz eines unserer Notarzthubschrauber alarmiert. Die C7-Crew flog von ihrem Standort in Lienz ins benachbarte Kärnten, um einen Patienten nach einem allergischen Schock zu helfen", erinnerte sich Reinhard Kraxner. "Dass das alles so möglich ist, verdanken wir auch unseren Partnern von Bergrettung, Rotem Kreuz und Berufsrettung Wien, mit denen die tägliche Zusammenarbeit perfekt funktioniert."

Gestartet ist die ÖAMTC-Flugrettung 1983 mit Christophorus 1 in Innsbruck. Mittlerweile sorgen 17 ganzjährig betriebene Stützpunkte für die flächendeckende Hilfe per Notarzthubschrauber. Im Dezember 2020 wurde mit Airbus Helicopters ein Vertrag über fünf neue H135 abgeschlossen, "die bis 2024 nach und nach die ältesten Modelle unserer Flotte ablösen werden", berichtete Marco Trefanitz, kaufmännischer Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung.

Am 1. April 2001 begann für Salzburg eine neue Ära in der Flugrettung. Nach 15 Jahren und über 12.500 geflogenen Einsätzen durch Martin 1 übernahm ab diesem Zeitpunkt die ÖAMTC-Flugrettung mit dem Notarzthubschrauber Christophorus 6 den Flugrettungsdienst vom Innenministerium.

(Quelle: APA/SALZBURG24)

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