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IMMER WEITER STEIGENDE ZAHLEN

Betten in Salzburgs Spitälern könnten knapp werden

Omikron verschärft Personalmangel in Krankenhäusern und Schulen

20211117_PD2406.HR.jpg APA/BARBARA GINDL/Archiv
An den Salzburger Landeskliniken rechnet man angesichts der hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen mit Personalausfällen. (SYMBOLBILD)

Für Sorge um größere Personalengpässe sorgt derzeit die hohe Zahl an Neuinfektionen. Um die Gesundheitsbehörde zu entlasten, werden in Salzburg deshalb pensionierte Polizisten für Contact-Tracing und Corona-Kontrollen gesucht. In den Salzburger Landeskliniken (SALK) müssen im schlimmsten Fall Betten gesperrt werden. Auch an Salzburgs Schulen ist man derzeit auf zusätzliche Kräfte angewiesen.

Die hochansteckende Corona-Variante Omikron treibt derzeit die Zahl der Neuinfektionen nach oben. Mit über 2.500 neuen Fällen im Bundesland in den letzten 24 Stunden wurde heute ein neuer Höchstwert seit Beginn der Pandemie erreicht. An den Salzburger Landeskliniken rechnet man angesichts dessen mit Personalausfällen in den nächsten Wochen, erklärt Wolfgang Fürweger, Pressesprecher der SALK, im Gespräch mit SALZBURG24. Im schlimmsten Fall müsse man Betten sperren.

Spitäler rechnen mit Personalengpässen

Man habe zwar die Sicherheitsvorschriften noch einmal verschärft, um das Ansteckungsrisiko für die Mitarbeiter weiter zu reduzieren, doch viele Pflegekräfte hätten Kinder und damit einhergehende Betreuungspflichten. „Wenn das Kind wegen eines Corona-Falls in der Klasse oder Kindergartengruppe in Quarantäne muss oder sogar selber krank wird, muss natürlich auch ein Elternteil Zuhause bleiben“, beschreibt Fürweger die Lage. Da viele Mitarbeiter alleinerziehend seien, stelle das eine Herausforderung dar.

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„Massiver Anstieg“ an Hospitalisierungen erwartet

Pensioniertes Pflegepersonal wieder in den Dienst zu rufen, habe man schon im Herbst 2020 versucht. „Das ist aber an der Freiwilligkeit gescheitert“, bedauert der SALK-Sprecher. Vor allem die Sorge, sich am Arbeitsplatz zu infizieren und das persönliche Umfeld damit anzustecken, habe die berenteten Fachkräfte abgeschreckt. Man versuche deshalb, Praktikanten von Pflegeschulen gezielt dann einzusetzen, wenn sie besonders gebraucht werden. Derzeit sei die Situation aber noch vergleichsweise entspannt. Mit einem „massiven Anstieg“ an Hospitalisierungen rechnet Fürweger an diesem Wochenende.

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Pensionierte Polizisten für Corona-Kontrollen

Um das Gesundheitsamt und die Polizei zu unterstützen, sollen in Salzburg pensionierte Polizisten dazu aufgerufen werden, sich freiwillig für das Contact-Tracing und die Corona-Kontrollen zu melden. „Das gehört nicht zu den Kernaufgaben der Polizei“, heißt es vonseiten der Landespolizeidirektion Salzburg. Primär soll das Gesundheitsamt durch die Hilfe der pensionierten Beamten entlastet werden. Bis zu 3.034 Euro brutto können auf diese Weise zur Pension dazu verdient werden, berichtet der ORF.

Pädagogen kehren aus Rente zurück

Auch an Salzburgs Schulen ist man derzeit auf zusätzliche Kräfte angewiesen, um etwaige Ausfälle auszugleichen. Insgesamt 20 Pädagogen wurden wegen der Corona-Pandemie wieder aus der Pension zurückgeholt, um zu unterrichten, teilt das Büro von Landesrätin Daniela Gutschi (ÖVP) auf S24-Anfrage mit. Auf Lehramtsstudenten greife man ohnehin immer wieder zurück, daran habe sich in den Pandemie-Zeiten nichts geändert.

Gutschi sieht Gefahr von Lehrermangel

Die Gefahr eines Lehrermangels sei in dieser Welle auf jeden Fall da, heißt es. Meistens könne zwar durch Vertretungslehrer suppliert werden, im schlimmsten Fall müsse aber wieder auf Distance Learning umgestellt werden. So könne auch aus der Quarantäne heraus unterrichtet werden. Über 85 Prozent der Lehrkräfte seien aber dreifach geimpft und müssten daher nicht in Quarantäne. Das sorge für eine gewisse Entspannung.

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Zuversichtlich, dass auch in der Omikron-Welle die Betreuung der Kleinsten gewährleistet sein wird, zeigt sich heute Landesrätin Andrea Klambauer (NEOS). Die Sorge um Personalengpässe in den Kindergärten sei aber da, meint die Politikerin, die sich derzeit aufgrund eines positiven Corona-Tests in Quarantäne befindet, im S24-Gespräch. Zwei von den zirka 1.300 Gruppen in Salzburg seien derzeit geschlossen. Da jedoch in Ausnahmefällen auch Assistenzkräfte und Studierende im letzten Semester des Kollegs die Leitung von Gruppen übernehmen dürfen, könne der Betrieb wahrscheinlich in allen Gemeinden aufrechterhalten werden.

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(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 28.01.2022 um 11:06 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/omikron-betten-in-salzburgs-spitaelern-koennten-knapp-werden-115363408

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