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Fallzahlen steigen weiter

Omikron bringt keine Entwarnung, aber Grund zur Zuversicht

Peak in Salzburg Ende Jänner erwartet

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Online Pressekonferenz zur aktuellen Covid-Lage in Salzburg: Im Bild: Peter Schinnerl (Leiter Covid-Management), Gernot Filipp (Referatsleiter Landesstatistik), Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Prim. Uta Hoppe (Uniklinikum)

Die 7-Tage-Inzidenz von 1.881,4 in Salzburg hat mit dem heutigen Tag ihren bisherigen Höchststand erreicht. Und die Fallzahlen im Land klettern weiter – bis zum prognostizierten Peak Ende Jänner. Es gibt aber auch gute Nachrichten für Salzburg.

Die Omikron-Welle in Salzburg dürfte nach aktuellen Berechnungen der Landesstatistik rund um den 25./26. Jänner ihren Höhepunkt erreichen, teilt der Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP) am Freitag in einer Online-Pressekonferenz zur aktuellen Covid-Lage in Salzburg mit. Damit sei hierzulande bereits Ende Jänner mit einer Trendumkehr zu rechnen. „Aktuell besteht die berechtigte Hoffnung, dass wir ohne Lockdown durch diese Welle kommen“, so der Landeschef vorsichtig optimistisch.

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7-Tage-Inzidenz von 4.500 in Salzburg möglich

Die von Landesstatistiker Gernot Filipp errechneten Szenarien gehen im besten Fall von einer 7-Tage-Inzidenz von 2.500 aus, im schlechtesten Fall rechnet man mit einem Anstieg auf 4.500. „Was wir mit Sicherheit sagen können ist, dass der Anstieg der Neuinfektionen tatsächlich nicht so stark und dynamisch ist, wie zunächst angenommen“, so Filipp.

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Lage in Spitälern unauffällig

Oberstes Ziel der in Salzburg geltenden Corona-Maßnahmen sei es weiterhin, die Spitäler zu entlasten und eine Überbelegung zu verhindern. Die zwar infektiösere aber weniger krank machende Corona-Variante Omikron scheint derzeit auch leise Hoffnung dafür aufleben zu lassen. So befinden sich auf den Normalstationen der Spitäler aktuell 60 Covid-19-Patienten, davon 14 auf der Intensivstation. „Bislang mussten keine Patienten mit Omikron auf der Intensivstation aufgenommen werden“, berichtet Primaria Uta Hoppe bei der Pressekonferenz.

Auch sei keine wesentliche Zunahme der Spitalspatienten in den derzeitigen Corona-Hotsports im Innergebirg zu beobachten. In den nächsten zwei bis drei Wochen dürfte die Zahl der Intensivpatienten noch weiter fallen, „weil wir entweder Patienten verlieren oder wir sie glücklicherweise auf die Normalstation verlegen können.“ Zeitverzögert, mit den hohen Fallzahlen im Jänner, werde die Intensiv-Bettenbelegung Anfang Februar zwar wieder ansteigen. Mit derzeitigem Wissensstand sollte es aber zu keiner kritischen Lage in den Spitälern kommen. Der höchste Wert auf den Normalstationen dürfte es bereits Ende Jänner geben.

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Omikron ist schneller als Delta

Ein wesentliches Merkmal von Omikron sei, dass diese Variante sehr schnell ist, so Hoppe. „Die ersten Symptome tauchen bereits nach drei Tagen auf und nach zehn Tagen ist das Virus schon eliminiert.“ Dennoch warnt die Medizinerin: Das Risiko, an der Omikron-Variante auch schwer zu erkranken, sei in allen Altersgruppen gegeben und betreffe vor allem ungeimpfte Menschen. „Eines ist ganz klar: Die Impfung schützt vor der Hospitalisierung“, betont Hoppe.

Flachau unter der Lupe

Dass Omikron tatsächlich weniger gefährlich wie seine Vorgänger-Variante Delta sein dürfte, liefern auch aktuelle Analyseeinblicke auf Flachau im Pongau, dem Salzburger Corona-Hotspot mit einer Höchst-Inzidenz von rund 7.700 Anfang Jänner: Von 400 untersuchten Fällen gibt es keine Einweisung in ein Krankenhaus, weniger als die Hälfte der Infizierten hatte Symptome und die Lunge war bei lediglich zwei (ungeimpften) Patienten betroffen, zeigt Landesstatistiker Filipp auf.

Wieder mehr Fokus auf Antigentests

Zu einer Verschärfung der Corona-Regeln soll es in Salzburg bis auf weiteres nicht kommen, auch wenn ein Lockdown nie zu 100 Prozent ausgeschlossen werden könne, so der Landeshauptmann. Dafür setze man auf Testungen und Impfungen. „Jeder muss seinen Status kennen“, so Corona-Krisenmanager Peter Schinnerl bei der Pressekonferenz. Und da davon auszugehen sei, dass die PCR-Testkapazitäten in den nächsten Wochen an ihre Grenzen kommen, plädiert das Land Salzburg dafür, dass die Antigen-Wohnzimmertests wieder eingemeldet und anerkannt werden. Die Gespräche mit dem Bund laufen bereits.

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(Quelle: SALZBURG24)

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