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Personalmangel?

Salzburg hat so viele Polizisten wie nie

Symbolbild Polizei APA/Barbara Gindl
1709 Polizistinnen und Polizisten versahen im Jahr 2018 Dienst im bundesland Salzburg.

Hat das Bundesland Salzburg zu wenig Polizisten? Diese Aussage machte gerade vor der Gemeinde- und Bürgermeisterwahl häufig die Runde. In einer Aussendung meldete sich am Dienstag der Salzburger Landespolizeidirektor Franz Ruf zu Wort und legte genau dar, wie es um Salzburgs Polizisten bestellt ist.

Für das Jahr 2019 wurden im Bundesland Salzburg vom Innenministerium 140 Neuaufnahmen genehmigt, heißt es in einer Aussendung am Dienstag. In den letzten drei Jahren wurden demnach 381 neue Polizeibedienstete aufgenommen. Dem gegenüber stehen im selben Zeitraum 163 Abgänge und somit ein Personalüberhang von 218 Polizistinnen und Polizisten. Weiter verstärkt werden die Polizeiinspektionen durch bereits in Ausbildung befindliche Polizistinnen und Polizisten, die kontinuierlich auf die Basisdienststellen im Bundesland Salzburg ausgemustert werden.

 

Polizisten: Nationalrat für Neuaufnahmen zuständig

Grundlage für den Personalstand der Landespolizeidirektion Salzburg ist der vom jeweiligen Nationalrat beschlossene Stellenplan. Neuaufnahmen konnten laut Aussendung in den vergangenen Jahren nur dann vorgenommen werden, wenn entsprechende Planstellen frei waren und darüber hinaus die Genehmigung des Bundeskanzleramts vorlag. De facto waren seit den 1990er-Jahren keine Ausbildungsplanstellen mehr vorgesehen und somit besetzten die jeweiligen Polizeischülerinnen und Polizeischüler fortan Planstellen des operativen Polizeidienstes.

Nun wurden wiederum jene Ausbildungsplanstellen geschaffen, um österreichweit sukzessive 2.000 Polizeibedienstete aufzunehmen und auszubilden, noch bevor der entsprechende Personalabgang schlagend wird. Parallel dazu wurden 2.100 Planstellen auf den Polizeidienststellen geschaffen, um den Außendienst in den Bundesländern für die Bevölkerung zu verstärken.

Salzburg: Aufklärungsquote gesteigert, weniger Verkehrstote

Die bisher zur Verfügung stehenden Polizistinnen und Polizisten haben laut Ruf im Bundesland Salzburg in den vergangenen Jahren ausgezeichnete Arbeit geleistet. Durch ein Bündel von polizeilichen Maßnahmen ist es den Angehörigen der Landespolizeidirektion Salzburg gelungen, die landesweite Aufklärungsquote von 34,6 Prozent aus dem Jahr 2006 auf nunmehr über 50 Prozent zu steigern. Begleitet wird dieser kriminalpolizeiliche Erfolg durch die Senkung der Verkehrstoten im Bundesland Salzburg von 51 im Jahr 2006 auf nunmehr 27.

(Quelle: SALZBURG24)

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