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Zuhause alt werden

Mehr Unterstützung für pflegende Angehörige

Familientrainings und finanzielle Hilfe

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Für 13. September wurde heuer erstmalig der Tag der Pflegenden Angehörigen ausgerufen. (SYMBOLBILD)

Schon Mitte der 2020er Jahre werden in Salzburg mehr Seniorinnen und Senioren leben als junge Menschen. Die Anzahl der Über-80-Jährigen wird sich bis 2040 auf rund 51.000 verdoppeln. Viele wollen ihren späten Lebensweg zuhause verbringen. Das birgt viele Herausforderungen, vor allem für Angehörige. In Salzburg will man den Angehörigen nun mehr unter die Arme greifen.

"Das hat Auswirkungen auf alle Pflegebereiche. Es wird mehr Beratungen, Haushaltshilfen und Angebote in Tageszentren brauchen. Wir müssen weiterhin so planen, damit alle Menschen die Unterstützungen bekommen, die sie brauchen", betont Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn (Grüne) zum österreichweiten "Tag der pflegenden Angehörigen" am heutigen Freitag.

Die Pflege-Plattform des Landes hat ein umfangreiches Maßnahmenpaket erarbeitet. Ausbildung, Verbesserung der Arbeitsbedingungen, aber auch mehr Unterstützung für pflegende Angehörige sind die Kernpunkte. "Wir werden auch ein neues Angebot einführen - eine stundenweise Alltagsbegleitung für Menschen, die zu Hause leben. Diese neue Betreuungsform soll auch ein Entlastungsangebot für pflegende Angehörige sein", so Schellhorn.

11,53 Millionen Euro für pflegende Angehörige

Schon heute nimmt der Bereich Pflege und Betreuung den größten Posten im Sozialbudget (400 Millionen Euro) ein. 2019 sind rund 200 Millionen Euro, also die Hälfte, für Pflege und Betreuung budgetiert, um fast 30 Millionen mehr als im Vorjahr. Zur Unterstützung pflegender Angehöriger sieht das Land für die laufende Legislaturperiode bis 2023 zusätzliche 11,53 Millionen Euro vor.

So lange wie möglich zuhause

Viele ältere Menschen möchten in den eigenen vier Wänden alt werden. Ein Wunsch, dem Familien meist ganz selbstverständlich nachkommen. Rund 80 Prozent aller Menschen mit Pflegebedarf werden zu Hause betreut.

Rund 6.300 Personen nehmen bereits Haushaltshilfe oder Hauskrankenpflege in Anspruch. 2018 wurden dafür um 100.000 Stunden mehr geleistet als 2014. Auch bei den Tageszentren ist eine steigende Entwicklung sichtbar. Waren es im Jahr 2015 noch 252 Plätze, sind es 2018 bereits 304 Plätze.

Pflegende Angehörige Hilfswerk Salzburg
Rund 80 Prozent aller Menschen mit Pflegebedarf werden zu Hause betreut. 

Unterstützung für die Familien

Bei der Pflege zu Hause sollen Angehörige durch den Ausbau teilstationärer Einrichtungen und dem betreuten Wohnen weiter entlastet werden. "Mit Tageszentren, Kurzzeitpflege, Haushaltshilfe und Hauskrankenpflege können Angehörige kurzfristig oder auch dauerhaft entlastet werden. Daher wollen wir diese Hilfen weiter ausbauen. Ein wichtiges Anliegen ist uns auch der Ausbau der kostenlosen Pflegeberatung des Landes. Diese übernimmt vor allem in akuten Situationen eine wichtige Funktion", so Schellhorn über die Ziele und Maßnahmen der Landesregierung.

Auch das Hilfswerk unterstützt dabei mit einer Reihe von Angeboten, wie der Heimhilfe, der Hauskrankenpflege oder Essen auf Rädern. Seit 2019 wird im Hilfswerk Bildungszentrum Puch-Urstein (Tennengau) zudem eine Workshop-Reihe für pflegende und betreuende Angehörige angeboten. Wie helfe ich meinem Vater am besten aus dem Rollstuhl? Wie kann ich die Wohnung meiner Mutter von Stolperfallen befreien? Wie gehe ich mit der Demenz meines Partners um? Menschen, die ihre Angehörigen zuhause pflegen, stehen täglich vor Herausforderungen. In Trainings sollen Familien auf solche Situationen vorbereitet werden.

(Quelle: SALZBURG24)

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