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Alko-Lenker prallt mit Pkw in Polizeiauto: Prozess vertagt

Ein 37-jähriger Unternehmer ist nach dem Konsum von "zehn Bier" im Februar dieses Jahres mit seinem Pkw auf der Zeller-Straße in Saalfelden (Pinzgau) in ein Polizeiauto gekracht.

Der Lenker war nicht nur betrunken, er hatte während der Fahrt auch noch nach seinem Handy gesucht und den entgegenkommenden Wagen auf der - von seitlichen Schneewänden - eingeengten Straße nicht gesehen. Ein Polizist wurde schwer, eine Polizistin leicht verletzt. Der Pinzgauer bekannte sich am Mittwoch, vor einer Salzburger Einzelrichterin schuldig. Der Prozess wurde vertagt.

Alko-Lenker suchte nach Handy

Die Staatsanwaltschaft wirft dem bisher unbescholtenen Mann "fahrlässige Körperverletzung unter besonders gefährlichen Verhältnissen" vor. Dass er nach einer abendlichen Zusammenkunft mit zwei Bekannten in einer Tankstelle dann trotz seiner Alkoholisierung für die Fahrt von nur 500 Metern in seinen Wagen gestiegen war, und auch noch blind fuhr, weil er nach dem Mobiltelefon suchte, das vor dem Autositz auf den Boden gefallen war, bezeichnete er heute "als absoluten Blödsinn". Um zirka 22.00 Uhr, "nach zehn Bier", sei es in der Tankstelle zum Streit gekommen. "Ich sagte, ich fahre sicher nicht mit dem Auto heim, meine Frau holt mich schon. Sie ist leider nicht zum Telefon gegangen", sagte der Angeklagte zur Richterin Daniela Meniuk-Prossinger. "Da ist mir die blöde Idee gekommen, dass ich mit dem Auto fahre." Es schneite, die Fahrbahn war schneebedeckt, als sein Pkw den Streifenwagen touchierte. Der Pinzgauer war mit 40 km/h unterwegs, die Polizisten mit 30 km/h.

Ein Polizist schwer, zweiter leicht verletzt

Der Gruppeninspektor (50), der den Wagen lenkte, erlitt bei der Kollision einen Bruch des rechten Mittelhandknochens und eine Prellung des linken Unterarms, seine 24-jährige Kollegin eine Zerrung der Halswirbelsäule und eine Prellung des Brustbeins. Der Polizist war sechs Wochen im Krankenstand, die Polizistin eine Woche. Die Schmerzensgeldforderungen wurden von den Versicherungen beglichen. Die Richterin will noch jene zwei Männer als Zeugen einvernehmen, die mit dem Angeklagten in der Tankstelle waren. Der nächste Verhandlungstermin muss erst ausgeschrieben werden. (APA)
(Quelle: S24)

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