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Aluminium-Gießerei in Lend: Gespräche mit Eigentümer MTX

Bürgermeisterin Michaela Höfelsauer freut sich über den starken Zusammenhalt in der Region. APA/EXPA/Neumayr
Bürgermeisterin Michaela Höfelsauer freut sich über den starken Zusammenhalt in der Region.

Am Tag nach der Bekanntgabe der Schließung des Aluminiumwerks in Lend (Pinzgau) besteht nun offenbar Kontakt zum Eigentümer der tschechischen MTX-Gruppe. Für Donnerstagnachmittag ist ein Treffen mit einem Geschäftsführer geplant.

"Gerade eben war ein Vertreter der Firma MTX hier. Er hat sich ein genaues Bild der Lage gemacht. Dass die Schließung nun so hohe Wellen schlägt, war der Firma wohl nicht ganz bewusst", so Michaela Höfelsauer (SPÖ), Bürgermeisterin in Lend, im Gespräch mit SALZBURG24. Am Nachmittag wird dann ein Geschäftsführer von MTX in Lend erwartet: "Der muss heute wohl mit einigen bitteren Worten rechnen", so Höfelsauer weiter.

Höfelsauer: "Werden wirklichen Gründe erfahren"

Die Schließung des Werks ist damit natürlich nicht vom Tisch. Höfelsauer kann sich aber aktuell nicht vorstellen, dass die Firma die Mitarbeiter einfach hängen lässt: "Das wird sich heute Nachmittag entscheiden. Zudem werden wir dann wohl die wirklichen Gründe für die Schließung erfahren", so die Bürgermeisterin.

Lend: Großer Zusammenhalt in der Region

Unter den Mitarbeitern machten sich am Dienstag vor allem Unverständnis und eine gewisse Resignation breit. Der Zusammenhalt in der Region ist aber offenbar groß: Zahlreiche umliegende Firmen melden sich bereits bei Bürgermeisterin Höfelsauer und geben an, weitere Mitarbeiter zu suchen: "Die Firmenchefs melden sich direkt bei mir. Das ist ein wirklich schönes Zeichen der Solidarität und für die Mitarbeiter natürlich auch wichtig."

Haslauer: Land beteiligt sich an Arbeitsstiftung

Landeshauptmann Wilfried Haslauer gab in einer Aussendung am Donnerstag an, dass sich das Land im Bedarfsfall an einer Arbeitsstiftung beteiligen werde: „Aufgrund der guten Konjunkturlage ist aber davon auszugehen, dass die Mehrzahl der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in anderen Betrieben unterkommen - Interessenten haben sich bereits gemeldet. Ich bin mit Bürgermeisterin Michaela Höfelsauer in Kontakt, um rasche Lösungen für die Betroffenen herbeizuführen.“

Aluminium Werk Lend: Wie geht es weiter?

Wie es mit dem Gelände des Werks in Lend nun weitergeht, soll ebenfalls am Donnerstagnachmittag besprochen werden. Höfelsauer geht aktuell davon aus, dass das Gelände verkauft wird. "Grund und Gebäude sind komplett vorhanden. Wie es hier um den Preis steht, kann ich allerdings noch nicht sagen", so die Lender Bürgermeisterin abschließend.

Die Gießerei und die Plattenerzeugung gehörten früher der Aluminium Lend GmbH und waren im Dezember 2016 von der Mutterfirma in den Konkurs geschickt worden. 83 Mitarbeiter verloren ihre Arbeit. Der Masseverwalter konnte die Unternehmen jedoch an die MTX-Gruppe mit Sitz in Prag verkaufen, im Frühjahr 2017 startete die Produktion mit rund 60 Mitarbeitern wieder. Damals war angekündigt worden, dass mittelfristig die Produktion sogar ausgebaut werden soll.

(SALZBURG24/APA)

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