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Gletscherbahn Kaprun: Gehen Verbund-Anteile an lokale Bieter?

Der Verkauf des 45-Prozent-Anteils des Stromkonzerns Verbund an der Gletscherbahnen Kaprun AG (GBK) soll am Mittwoch finalisiert werden.

Den Zuschlag dürfte ein Syndikat aus der Region erhalten, das schon jetzt rund die Hälfte der Gletscherbahnen-Anteile besitzt. "Es gibt heute noch eine abschließende Gesprächsrunde, bei der so oder so eine Entscheidung fallen wird", sagte Kapruns Bürgermeister Norbert Karlsböck der APA auf Anfrage.

SN: Kaufvertrag noch am Mittwoch unterschrieben

Laut einem Bericht der "Salzburger Nachrichten" soll bereits am Mittwoch der Kaufvertrag unterschrieben werden. "Das ist möglich. Mehr wissen wir aber erst am Nachmittag", so der Ortschef. Seitens des Verbundes war noch keine Stellungnahme zu erhalten. Unternehmenssprecher Wolfgang Syrowatka verwies auf die noch laufenden Verhandlungen. Aus gut informierten Kreisen wurde der APA allerdings bestätigt, dass die Bieter aus der Region das Rennen machen sollten. Der Verbund hat seinen 45-Prozent-Anteil mit 18,4 Mio. Euro in den Büchern stehen. Laut SN sollen die Partner aus dem Pinzgau rund 16 Mio. Euro geboten haben. Mit im Boot ist offenbar auch die Schmittenhöhebahnen AG aus Zell am See.

48 Prozent der Gletscherbahn in Kapruner Besitz

Der Verbund stellt seinen GBK-Anteil zum Verkauf, da er nicht zu seinem Kerngeschäft zählt. Derzeit sind 48 Prozent der Gletscherbahn in Kapruner Besitz: Es gehören laut "Firmen Compass" 34,2 Prozent direkt der Gemeinde, weitere 6,9 Prozent der Kapruner Promotion und Lifte GmbH mit unzähligen örtlichen Gesellschaftern (u.a. ein Drittel die Gemeinde) sowie 7,2 Prozent dem Tourismusverband Kaprun. Weitere 6,7 Prozent halten private Investoren aus der Region - darunter lokale Banken und Nachbargemeinden - sowie GBK-Mitarbeiter. Mit 160 Ganzjahresmitarbeitern (über 220 in der Hauptsaison) ist die GBK der größte touristische Betrieb Salzburgs. 2010/11 kamen über 907.000 Gäste aufs Kitzsteinhorn. In der Periode 2009/10 erzielte die GBK laut Verbund-Geschäftsbericht 1,269 Mio. Euro Jahresüberschuss und verfügte per 30.9.2010 über 41,1 Mio. Euro Eigenkapital. (APA)
(Quelle: S24)

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