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Großbrand in Bruck an der Glocknerstraße: Tausende Kerzen gingen in Flammen auf

Ein Großbrand in der "Kerzenwelt" in Bruck an der Glocknerstraße im Pinzgau hat am Freitagvormittag in dem Verkaufsgeschäft und der Werkstätte einen Totalschaden verursacht. Einige tausend handgemachte Kerzen verbrannten. Ein drei Meter entferntes Wohnhaus wurde evakuiert. Gegen 13 Uhr konnte "Brand aus" gemeldet werden.

Die rund zehn Personen, darunter zwei Kleinkinder, fanden in der nahegelegenen Straßenmeisterei Unterschlupf.

"Kerzenwelt" vorübergehend geschlossen

„Aufgrund eines Brandes ist die Filiale vorübergehend geschlossen. Bis zur Neuerrichtung der Halle sind wir auf der Suche nach einem Ersatzlokal.", war am Samstag auf der Homepage der Kerzenwelt in Bruck zu lesen. Im Schauraum, in dem zirka 3.500 Kerzen ausgestellt sind, sowie in der Produktionsstätte entstand nach Angaben der Feuerwehr ein Totalschaden.

Lampenhitze entzündete Dekomaterial

Brandermittler des Landeskriminalamtes Salzburg und ein Sachverständiger der Salzburger Landesstelle für Brandverhütung führten am Freitag und am Samstag Brandursachenermittlungen in dem Geschäftslokal durch. Das Feuer dürfte im Kerzenmuseum ausgebrochen sein.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit entzündete sich leicht entflammbares Dekomaterial durch die Strahlungshitze von Halogenlampen. Brandstiftung konnte bis dato ausgeschlossen werden. Die Höhe des Sachschadens konnte nach wie vor nicht beziffert werden.

Alarmstufe vier bei Großbrand

Kurz nach 9 Uhr ging ein Alarm bei der Feuerwehr ein. Es wurde Alarmstufe vier ausgelöst. Laut Polizei und Rotem Kreuz wurde niemand verletzt. Eine Hochspannungsleitung, die direkt über den erdgeschoßigen Stahlbetonbau führt, habe den Einsatz für die Feuerwehrleute besonders gefährlich gemacht, erläuterte der Pinzgauer Bezirksfeuerwehrkommandant Franz Fritzenwanger der APA.

Wachs brennt wie Benzin

"Das flüssige Wachs brennt so gut wie Benzin. Es entstand eine massive Hitze", sagte Fritzenwanger. Es habe die Gefahr bestanden, dass die Hochspannungsleitung auf das brennende Objekt falle. Der Feuerwehr sei jedoch versichert worden, dass das mit einem Stahlkern ausgestattete Aluminiumseil der Hitze standhalten würde. Die Leitung sei abgeschaltet worden, so der Bezirksfeuerwehrkommandant.

144 Einsatzkräfte vor Ort

Sechs Feuerwehren aus dem Pinzgau mit über 100 Kräften standen im Großeinsatz: FF Bruck, LZ St. Georgen, FF Zell am See, FF Kaprun, FF Fusch und die FF Saalfelden. Auch ein Löschroboter wurde eingesetzt.

Bei dem Großband waren insgesamt - Feuerwehr, Polizei, Rotes Kreuz - 144 Einsatzkräfte vor Ort.

Für die Dauer der Löscharbeiten sperrte die Polizei die Glocknerstraße für den gesamten Verkehr. Die über das Gebäude führende Stromleitung wurde aus Sicherheitsgründen abgeschaltet. (SALZBURG24/APA)

(Quelle: S24)

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