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Großer Felssturz beim Wiesbachhorn im Pinzgau

Das betroffene Gebiet in der Großglocknergruppe wird nur etwa fünf Mal im Jahr von Alpinisten begangen (Symbolbild). Bilderbox
Das betroffene Gebiet in der Großglocknergruppe wird nur etwa fünf Mal im Jahr von Alpinisten begangen (Symbolbild).

Zu einem großen Felssturz ist es in der Vorwoche auf mehr als 3.000 Meter Seehöhe beim Großen Wiesbachhorn (3.564m) in der Gemeinde Fusch im Pinzgau gekommen. Rund 150.000 Tonnen Gestein haben sich gelöst und sind in ein Gletscherkar gestürzt, wie Landesgeologe Gerald Valentin einen dementsprechenden ORF-Bericht vom Freitag der APA bestätigte. Verletzt wurde niemand.

Das Trümerfeld liegt im hochalpinen Ödland, dort gebe es weder Almen noch sonst eine Besiedelung oder Infrastruktur, erklärte der Geologe. Das betroffene Gebiet in der Großglocknergruppe sei derart steil, dass es nur etwa fünf Mal im Jahr von Alpinisten begangen werde. Die gelösten Steinmassen, die auf das Sandbodenkees stürzten, haben etwa das achtfache Gewicht des Eiffelturms in Paris.

Felssturz bei Wiesbachhorn wegen Klimawandels

Schuld an dem Felssturz an der Südostwand des Kleinen Wiesbachhorns (3.283m) hat laut dem Landesgeologen der Klimawandel: Der Fels wird instabil, wenn Permafrost auftaut und Gletscher zurückgehen. Die Südostwand weise eine erhöhte Labilität auf, man werde nach der Schneeschmelze im Frühjahr das Gelände untersuchen. "Man weiß nie ob etwas Größeres nachkommt", sagte Valentin. Das Ereignis in Fusch erinnert an den dramatischen Felssturz in der Schweiz vor zwei Monaten, bei dem acht Menschen getötet wurden.

(APA)

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