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Großvenediger seit Montag wieder mit Kreuz

Das Gipfelkreuz befindet sich wie auch schon am alten Standort auf Salzburger Boden. APA/Bergrettung Prägarten
APA9408040-2 - 11092012 - SALZBURG - ?STERREICH: ZU APA 0221 CI - Der Gro§venediger pr?sentiert sich wieder stolz mit einem Gipfelkreuz. Zw?lf Bergretter haben am Montag, 10. September 2012, ein neues sicheres Fundament f?r das Kreuz, das aus Sicherheitsgr?nden vor ca. zwei Wochen umgelegt werden musste, unter hoher Anstrengung gebaut. Im Bild: Bergretter bei der Anbringung des Gipfelkreuzes. +++ WIR WEISEN AUSDR?CKLICH DARAUF HIN, DASS EINE VERWENDUNG DES BILDES AUS MEDIEN- UND/ODER URHEBERRECHTLICHEN GR?NDEN AUSSCHLIESSLICH IM ZUSAMMENHANG MIT DEM ANGEF?HRTEN ZWECK ERFOLGEN DARF - VOLLST?NDIGE COPYRIGHTNENNUNG VERPFLICHTEND +++ APA-FOTO: BERGRETTUNG PR?GRATEN A.G.

Der Großvenediger - Salzburgs höchster Berg - präsentiert sich nach zweieinhalb schmucklosen Wochen wieder stolz mit einem Gipfelkreuz. Zwölf Bergretter haben am Montag unter großer Anstrengung aus sechs Tonnen Gestein ein sicheres Fundament gebaut.

Das Kreuz musste am 24. August aus Sicherheitsgründen umgelegt werden, weil das Eis, auf dem es errichtet worden war, abgeschmolzen war.

Bergretter zum Gipfel geflogen

Neun Bergretter aus Prägraten in Osttirol und drei Kollegen aus Neukirchen sind gestern um 9.00 Uhr mit dem Hubschrauber zum Gipfel an der Grenze Salzburgs zu Osttirol geflogen worden. Rund 15 Meter vom alten Standort entfernt am Ende des Westgrates - dort ist der Fels bereits völlig ausgeapert - haben sie eine ebene Fläche geschaffen und darauf das Kreuz in einer eisernen Halterung verschraubt. "Um das Kreuz haben wir einen Gitterkorb aufgestellt, der 1,20 Meter hoch und 1,80 Meter im Quadrat ist. Den haben wir mit Granitsteinen gefüllt", schilderte Friedl Steiner, Ortsstellenleiter der Bergrettung Prägraten, am Dienstag der APA.

Granit-Brocken sorgen für Stabilität

Die Granit-Brocken wiegen seinen Angaben zufolge rund sechs Tonnen und sollten genug Stabilität für das Gipfelkreuz bringen. "Die Steine mussten wir von weiter unten herauftragen. Das hat jedem von uns Luft gekostet", so Steiner. Insgesamt waren die Bergretter bis 16.00 Uhr beschäftigt, bis alle Arbeiten abgeschlossen waren. Anschließend wurden sie wieder mit dem Hubschrauber ins Tal gebracht. Das Gipfelkreuz befindet sich wie auch schon am alten Standort auf Salzburger Boden.

Großvenediger nicht vom Klimawandel verschont

Wie fast alle Gletscher bleibt auch der Großvenediger nicht vom Klimawandel verschont. Innerhalb der letzten zehn Jahre sind laut Steiner rund sieben Meter Eis im Gipfelbereich abgeschmolzen. "Vor zwei Jahren wurden vom bisherigen Standort des Gipfelkreuzes neun Meter Eis bis zum Fels gemessen, derzeit sind es zirka sieben Meter. Falls das Eis nochmals zwei Meter abschmilzt, wird der höchste Punkt des Großvenedigers auf dem neuen Standort des Kreuzes sein." Vor etwa 30 Jahren sei die höchste Eisstelle auf dem Gipfel noch auf 3.674 Meter Seehöhe gelegen, die letzte aktuelle Messung haben 3.666 Meter ergeben, so Steiner. Der letzten Felsmessung zufolge ist der Großvenediger 3.657 Meter hoch. (APA)

(Quelle: S24)

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