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Höchste Bergretter-Auszeichnung für Salzburger Brüder

v.l.: Bergretter Josef Herzog, Alpenvereinspräsident Andreas Ermacora, Bergretter Albert Herzog und Vizepräsident Wolfgang Schnabl im Rahmen der Verleihung. Alpenverein/Beneditker
v.l.: Bergretter Josef Herzog, Alpenvereinspräsident Andreas Ermacora, Bergretter Albert Herzog und Vizepräsident Wolfgang Schnabl im Rahmen der Verleihung.

Das „Grüne Kreuz“ ist ein Ehrenzeichen für Rettung aus Not im Gebirge und gilt als renommierte Würdigung für vorbildliche Hilfe im Notfall. Bei der Jahreshauptversammlung des Österreichischen Alpenvereins (ÖAV) in Stockerau wurden die Brüder Josef und Albert Herzog von der Bergrettungsortsstelle Leogang (Pinzgau) geehrt.

Seit seiner Einführung der Verleihung des Bergretter-Ordens vor 95 Jahren wurden 505 Personen mit dem „Grünen Kreuz“ gewürdigt. „Die diesjährige Ehrung ist ein Familienfest“, freut sich ÖAV-Vizepräsident Wolfgang Schnabl. Denn dieses Jahr wurden zwei Brüder aus Salzburg für ihre Verdienste und ihren Einsatz gedankt. Josef und Albert Herzog von der Bergrettungsortsstelle Leogang nahmen am Samstag, den 20. Oktober 2018, die Ehrenzeichen Nr. 506 und 507 entgegen.

Josef Herzog ist seit 1975 bei der Bergrettung, war Ortsstellen- und Bezirksleiter sowie 17 Jahre Flugretter. In dieser Zeit – von 1989 bis 2006 – leistete Herzog an die 1000 Einsätze. Sein Bruder Albert ist Bergführer und seit 1976 bei der Bergrettung - und auch er in verschiedenen Funktionen: als Ausbildungsleiter der Ortsstelle, stellvertretender Ortsstellenleiter und als Flugretter sowie Notfallsanitäter. In dieser Zeit absolvierte Albert Herzog 1300 Einsätze. Die beiden Brüder wurde die Ehre der Auszeichnung auf Grund extrem schwieriger Rettungsaktionen zu teil.

Zahl der Rettungseinsätze auf Rekordhöhe

Der ÖAV betont auch, dass Sport am Berg mehr und mehr zum Trend werde. Dies ließe sich zu einen an den aktuellen ÖAV-Mitgliedszahlen - der Alpenverein zählt aktuell 545.000 Mitlieder - zum anderen an der Zahl der Unfälle am Berg ablesen. Der Jahresbericht 2017 des Österreichischen Bergrettungsdienstes beziffert die Zahl der Ausrückungen mit 9.051 Einsätzen, eine noch nie dagewesene Rekordzahl.

„Diese Zahl an Einsätzen muss österreichweit von 12.000 Bergrettern und 655 Bergretterinnen bewältigt werden. Zum Glück ist das Interesse am ehrenamtlichen Engagement in der Bergrettung nach wie vor hoch – trotzdem gerät manche Ortsstelle an ihre Grenzen“, betont Schnabl.

Alpenverein in der Pflicht

Schnabl spricht im Rahmen der Jahreshauptversammlung in Stockerau auch das Problem an, dass immer mehr unerfahrene Menschen die Berge erobern. Dieser Umstand ist dafür verantwortlich, dass die Gefahr von Unfällen ansteigt. Hier sieht der Vizepräsident eine der wichtigsten Aufgaben für den Alpenverein: Durch Aufklärung und Ausbildung das Risikobewusstsein jedes bergbegeisterten Menschen stärken und somit bewusstes und eigenverantwortliches Handeln ermöglichen.

Aufgerufen am 17.11.2018 um 08:26 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pinzgau/hoechste-bergretter-auszeichnung-fuer-salzburger-brueder-60445408

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