Jetzt Live
Startseite Pinzgau
Land lenkt ein

Judo-Trainingslager in Mittersill abgebrochen

Athleten und Betreuer sollen morgen abreisen

symb_judo, ymb_jiu-jitsu pixabay
Aufgrund der angespannten Covid-Situation wurde ein Judo-Trainingslager in Mittersill (Pinzgau) abgebrochen. (SYMBOLBILD)

Der Österreichische Judoverband und das Land Salzburg haben sich heute geeinigt, ein Judo-Trainingslager in Mittersill abzubrechen. 200 Profisportler aus 13 Nationen hätten in den nächsten Tagen hier trainieren sollen.

Mittersill

Die Veranstaltung wäre aufgrund der Profisportregelung zwar gesetzlich möglich gewesen, berichtet das Land Salzburg in einer Aussendung. „Dennoch appellieren wir an alle Sportverbände und –vereine die Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren und Veranstaltungen derzeit nicht durchzuführen. Die Bewältigung dieser schwierigen Situation gelingt nur, wenn wir alle zusammenhalten, auch wenn es schmerzlich ist“, so Landeshauptmann Wilfried Haslauer und Landesrat Stefan Schnöll.

Judoka reisen morgen aus Mittersill ab

Das in Mittersill geplante Trainingslager sei nicht genehmigungspflichtig gewesen, da die Veranstaltung unter die Profisportregelung falle und laut der Verordnung des Gesundheitsministeriums erlaubt sei. Die Athleten und Betreuer seien gestern erst angereist und sollen bis morgen wieder abreisen. Der Veranstalter hatte ein Covid-19-Präventionskonzept ausgearbeitet. Insgesamt hätten in den nächsten Tagen 200 Profisportler aus 13 Nationen im Rahmen dieses Camps trainiert.

„Das Olympia-Trainingslager in Mittersill wurde unter strengsten Covid-19-Auflagen geplant und durchgeführt. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen im Land beziehungsweise in der Region sind wir in Abstimmung mit den lokalen Behörden zum Entschluss gekommen, das Trainingslager dennoch vorzeitig zu beenden. Die Gesundheit aller Beteiligten bzw. der lokalen Bevölkerung steht selbstverständlich im Vordergrund“, sagt der Präsident des Österreichischen Judoverbands Martin Poiger.

Abbruch sei "richtiges Signal"

Der Mittersiller Bürgermeister Wolfgang Viertler trägt diese Entscheidung auch mit. „In Zeiten wie diesen müssen wir die richtigen Dinge tun. Eine Absage ist auch für die örtliche Bevölkerung, die schon seit Wochen im Lockdown lebt, das richtige Signal. Jetzt müssen wir alle zusammen helfen und diese Ausnahmesituation meistern. Die Judokas bleiben Mittersill eng verbunden und wir freuen uns schon auf das nächste Trainigslager, wenn wir diese Pandemie hinter uns gelassen haben. Ich bedanke mich beim Judoverband für die sensible Vorgehensweise“, so Bürgermeister Wolfang Viertler.

Die ersten Sportler haben bereits heute wieder das Quartier in Mittersill verlassen und reisen in ihre Heimatländer zurück.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 27.09.2021 um 12:48 auf https://www.salzburg24.at/news/salzburg/pinzgau/judo-trainingslager-teilnehmer-reisen-aus-mittersill-ab-98872378

Kommentare

Mehr zum Thema